Röchling Automotive nimmt erstes Werk in Mexiko in Betrieb

Feierliche Eröffnung in Silao, Mexiko im Beisein von dem Gouverneur Miguel Marquez und dem Bürgermeister Juan Antonio Morales Maciel. (Bildquelle: Röchling)

Bei der feierlichen Eröffnung, an der neben dem Röchling-Management auch Röchling-Mitarbeiter mehrerer internationaler Standorte, Kunden sowie Vertreter der lokalen Politik und Wirtschaft teilnahmen, erläuterte Georg Duffner, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe, die wesentlichen Gründe für den Aufbau eines Röchling-Werks in Mexiko. Das Land erlange im automobilen Weltmarkt eine immer größere Bedeutung. In der weltweiten Rangliste fahrzeugproduzierender Länder liege Mexiko schon auf Platz sieben, bei den fahrzeugexportierenden Ländern sogar auf Platz vier.

Darüber hinaus habe sich Mexiko von einem reinen Produzenten zu einem Innovationstreiber entwickelt. „Wer immer den Anspruch hat, zu den weltweit tätigen Automobilzulieferern zu gehören, muss hier in Mexiko vertreten sein. Und Röchling Automotive hat diesen Anspruch“, sagte Duffner. Mit dem Standort Mexiko setzt Röchling seine Unternehmensstrategie konsequent fort, die Internationalisie­rung stetig voranzutreiben und im Ausland weiter zu wachsen. Erklärtes Ziel sei es, weltweit ein führender Verarbeiter von technischen Kunststoffen zu sein, so Duffner weiter.

Röchling hat 5,7 Millionen EUR in den Werksneubau in Silao im zentralmexikani­schen Bundesstaat Guanajuato investiert. Der neue Standort befindet sich im Industriepark der Stadt, die circa 150.000 Einwohner zählt. Silao verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und liegt in maximal 200 Kilometern Entfernung von mehreren Standorten internationaler Automobilhersteller. Auf einer Grundstücks-fläche von knapp 26.000 Quadratmetern wurde ein insgesamt 9.100 Quadratmeter großes Werk errichtet. 3.900 Quadratmeter entfallen dabei auf Logistikflächen, 3.800 Quadratmeter auf die Produktion. Am Standort sind 18 Mitarbeiter beschäftigt, deren Anzahl kurzfristig und entsprechend der Produktanläufe in den nächsten Jahren stark steigen wird.

„Der hohe Einsatz, das Engagement und die gute Zusammenarbeit von örtlichen Behörden, Architekturbüro, Grundstücksentwickler, Generalunternehmer und allen weiteren Partnern hat die Einhaltung unseres ambitionierten Zeitplans möglich gemacht“, sagte Vincent Mauroit, President und General Manager von Röchling Automotive North America, bei der feierlichen Eröffnung. Innerhalb von 14 Monaten habe man den Neubau errichtet und die Anlagen und Maschinen installiert. Bereits im März dieses Jahres konnte die erste Produktionslinie getestet und freigegeben werden. Bei der ersten Serienproduktion auf dieser Linie handelt es sich um aktiv steuerbare Luftführungen (Active Grille Shutter) für den Kunden Ford.

Da sich die Auftragslage für das Werk in Mexiko deutlich stärker entwickelt hat als prognostiziert, bereitet das Röchling-Management bereits für das dritte Quartal dieses Jahres eine Werkserweiterung auf einem 18.000 Quadratmeter großen Nachbargelände vor. Zusätzlich zu den beiden schon in Betrieb genommenen 2-Komponenten-Spritzgussmaschinen, die jeweils über eine Schließkraft von 1.500 Tonnen verfügen, werden 13 weitere Prozess- und Nebenanlagen installiert. Neben Ford, Nissan, Audi und Volkswagen zählen seit Neuestem auch BMW, Mercedes und GM zu den Kunden des Werks in Mexiko. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit diesen Kunden weiter ausbauen und in den Bereichen Unterboden, Aerodynamik und Motorkapselung, Fluid Components sowie Luft-, Wasser und Motormanagement auch neue Kunden gewinnen“, so Mauroit. Der Jahresumsatz soll von 14 Millionen in diesem Jahr auf circa 60 Millionen EUR im Jahr 2020 steigen.

 

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