Statt Kunststoffabfälle kostenpflichtig zu entsorgen, will das Forschungsprojekt Recyclingnet dafür sorgen, dass aus Produktionsabfällen erneut hochwertige Produkte entstehen. Es soll das Downcycling durch ein ressourcenschonendes Upcycling ersetzen.

Um eine Wiederverwertung von Produktionsabfällen für kleine und mittelständische Unternehmen der Branche zu ermöglichen, sollen im Forschungsprojekt Recyclingnet die Grundlagen für ein Recycling-Netzwerk entstehen. Dazu gehören die folgenden Bestandteile:

  • Einen Datenbank-Demonstrator, mit dem Kunststoffverarbeiter geeignete Kooperationspartner und potenzielle Abnehmer von Rezyklaten finden können
  • Ein Vorgehen zur Abstimmung von Angebot und Nachfrage nach Rezyklaten für die Bedarfsplanung
  • Ein Leitfaden zum Aufbau geeigneter Materialströme und zum Aufbau eines Berichtswesens, das die Abrechnung zwischen den Partnern regelt
  • Ein Kennzahlensystem, um die Leistungsfähigkeit von Kooperationen anhand geeigneter Indikatoren zu beurteilen
  • Ein validiertes Praxishandbuch mit Fallstudien und Praxisbeispielen, um Recycling-Kooperationen zwischen kunststoffverarbeitenden Unternehmen aufzubauen

Das Projekt richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen der Kunststoffindustrie, die über den Projektausschuss und durch Fallstudien in das Projekt eingebunden werden und von den Forschungsergebnissen profitieren können. Interessierte Unternehmen können sich beim International Performance Research Institute (Sebastian Schiefer: sschiefer@ipri-institute.com) oder bei SKZ – Das Kunststoff-Zentrum (Dr. Jan Werner: j.werner@skz.de) bezüglich einer Mitarbeit melden.

(dl)