Es ist das erste mit einem Master Access File bei der US-Arznei- und -Lebensmittelbehörde registrierte PESU-Polymer. Es wird erwartet, dass das Material auch die Prüfung auf seine Übereinstimmung mit Klasse VI des US-Arzneibuchs besteht, womit es eine vielversprechnede Option für den Einsatz in Anwendungen zur Verarbeitung von Biopharmaka wäre. Diese gut dokumentierten Konformitätsdaten können die Konstruktion und das regulatorische Antrags­verfahren für Erstausrüster in der Medizintechnik erleichtern und somit die Markteinführung neuer Produkte beschleunigen. Der Polymerty ergänzt das Portfolio transparenter sulfonbasierter Polymere des Unternehmens, zu denen auch Radel Polyphenylsulfon und Udel Polysulfon zählen. Beide haben sich seit vielen Jahren in Healthcare-Anwendungen bewährt. Das neue PESU-Material verfügt über eine Wärme­beständigkeit auf dem Niveau von Radel PPSU, und seine hohe Fließfähigkeit bestimmt es vor allem zum Spritzgießen dünnwandiger Form- und Bauteile mit komplexer Geometrie. Seine Steifigkeit ist die höchste aller medizintechnischer Sulfonpolymere. Mit ähnlichen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit, Transparenz, Dimensionsstabilität, natürlicher Flamm­beständigkeit sowie Dampfsterilisierbarkeit und Verträglichkeit mit chemischen Sterilisaten ist das Material eine attraktive Alternative zu Polyetherimiden. Seine geringere Eigenfärbung und höhere Fließfähig­keit erweisen sich bei manchen Anwendungen als vorteilhaft. Zu den Zielanwendungen zählen Gehäuse und strukturelle Innenbauteile für medizinische Diagnosegeräte, Überwachungs- und Filtrationsvorrichtungen sowie Teile wie Sichtfenster und Schnellkupplungen in der Verarbeitung von Biopharmaka. Das Material ist zur Bemusterung für medizin­technische Anwendungen weltweit verfügbar.