Medizinkonformes TPE als Dichtungsmaterial

Die Spritzen können nur ein einziges Mal benutzt werden (Bildquelle: Kraiburg)

Besonders in Entwicklungsländern sind unzählige verunreinigte Spritzen im Umlauf und verursachen durch die mehrfache Verwendung teils lebensbedrohliche Infektionen und Krankheiten. Das arabische Unternehmen hat sich dieser Problematik angenommen und Spritzen entwickelt, die nur einmal mit Flüssigkeit aufgezogen werden können. Der Schlüssel dieser Technologie liegt in den kleinen TPE-Dichtungen aus dem medizinkonformen Material des Kraiburger Unternehmens: Durch das Aufziehen der Flüssigkeit wird das Einwegventil in der Spritze aktiviert. Nach dem Einspritzen schließt ein Kunststoff-Pin in einer TPE-Dichtung die Öffnung zur Nadel hin ab und dichtet diese zuverlässig ab. Auf diese Weise blockiert die Nadel und die Spritze kann kein zweites Mal verwendet werden. Dieser so genannte Auto-Disable-Mechanismus eliminiert effektiv die Ansteckungsgefahr von Patient zu Patient mit Krankheitserregern, die durch Blut übertragen werden wie HIV oder Hepatitis B. Zudem wurde auch eine selbstblockierende Nadel entwickelt, welche mit der gleichen Technologie ausgestattet sind. Erhältlich ist das System in Einzelteilen oder mit bereits aufgezogener Spritze. Die speziell medizinkonforme Material verfügt über niedrige Compression-Set-Werte und besitzt zusätzlich umfassende medizinische Zulassungen. Für die Einweg-Spritze wird ein medizinkonform eingefärbtes TPE-Compound im Spritzgussprozess zur Dichtung verarbeitet. In einem weiteren Schritt wird die Dichtung manuell in die Spritze eingelegt.