Plattenherstellung mit Recycling-Material

Anlage für die Produktion von Recycling-Platten (Bildquelle: Weinreich)

Als Endprodukt entstehen 20 bis 30 mm dicke Platten, die in ihrer Größe und Farbigkeit sowie in ihren Strukturen variabel sind. Als sichtbare Oberfläche mit dekorativem Kunststoff finden sie ihren Einsatz beispielsweise als Bauzaun oder Verkleidungselement für Sitzbänke oder Fensterfronten in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Platten selbst bestehen aus drei Schichten: den Rändern oben und unten, die aus wertigem Granulat gefertigt sind und einer Füllmitte, die sich aus recyceltem Schrott zusammensetzt. Über ein Werkzeug, das je nach Plattenform und -größe variabel ist, werden die drei Schichten in einem thermischen Prozess entweder manuell oder mithilfe eines Roboters aufgetragen. Das Werkzeug selbst besteht aus zwei beheizbaren Platten, die zunächst offen sind. Auf jede Plattenhälfte wird dann im ersten Schritt wertiges Granulat bei 60 °C aufgebracht, bis auf 180 °C angeheizt und angebacken, damit das Material haftet. Im nächsten Schritt wird dann das recycelte Material gleichmäßig auf eine Randschichthälfte aufgetragen, anschließend verschmelzen die Materialschichten durch Schließen des Werkzeugs für 10 Minuten bei einer Temperatur von etwa 220 °C. Abschließend wird die Platte wieder auf 60 °C runtergekühlt, um bruchfest zu werden. Erst dann kann sie dem Werkzeug problemlos ohne Schäden entnommen werden. Abhängig vom Materialeinsatz dauert der gesamte Prozess zwischen 28 und 38 Minuten. Das Unternehmen liefert für diesen Prozess eine stimmige Anlage, die durch ihren modularen Aufbau jedem Anwenderanspruch gerecht wird.