Faserverstärkte Kunststoffe mittels generativer Verfahren reparieren

Das Netzwerk „3D Composite Print“ entwickelt unter Leitung des Fraunhofer IPA Lösungen, um FVK-Bauteile mit 3D-Druck herzustellen und zu reparieren.
(Bildquelle: Fraunhofer IPA)

3D-Drucktechnologien bieten vielseitige Potenziale, Bauteile schnell herzustellen und instandzusetzen. Hierfür sei allerdings ein breites Kompetenzspektrum erforderlich, das KMU selten abdecken, meint Joachim Kleylein, Projektleiter der Fraunhofer-Projektgruppe und Führungsmitglied im Netzwerk 3D-CP. Notwendig sei zum Beispiel Expertise in der Bauteilherstellung, im 3D-Druck, der Steuerungs- und Antriebstechnik sowie bei Softwaresystemen. Um neue Lösungen zu entwickeln und ein Kooperationsnetzwerk aufzubauen, gründete die Projektgruppe Regenerative Produktion mit dem Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth im November 2015 den Verbund 3D-CP.

„Indem wir zum Beispiel faserverstärkte Bauteile mit 3D-Druck herstellen, können wir ultraleichte Seitenspiegel für Sportwagen umsetzen“, meint Kleylein. Denkbar sei auch, Reparaturen direkt am Produkt mit einem mobilen 3D-Drucker durchzuführen. „Dafür müssten Autos oder Kleinflugzeuge nicht mehr in die Werkstatt fahren, sondern die Werkstatt könnte zum Produkt kommen“, fährt er fort.
Finanziert wird das Netzwerk vom Bundesministerium für Bildung und Wirtschaft (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Neue Partner aus Industrie und Forschung dürfen dem Netzwerk jederzeit beitreten. »Wir sind offen für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Jede Fima aus den Branchen Digitalisierung, 3D-Druck oder FVK kann mit seinen Fragestellungen an uns herantreten«, erklärt Kleylein. Vertreter aus Forschung und Industrie können noch beitreten und beim nächsten Treffen am 7. April in Heilsbronn teilnehmen.

(dl)