Fakuma 2015: Produktivität im Mittelpunkt

(Bildquelle: Krauss Maffei)

Unter dem Namen Puma (Punktebasiertes Modellprojekt für ausländische Fachkräfte) wird derzeit, wie der Chef der Bundesagentur Frank-Jürgen Weise erklärte, ein schnelles und transparentes Verfahren erprobt, dass auch Fachkräften aus dem Ausland ohne konkretes Jobangebot den Zuzug nach Deutschland ermöglicht. Der VDMA macht sich schon lange für ein solches Punktesystem stark, das es auch Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU ermöglicht, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Die geltenden Regeln sind nach Auffassung des VDMA sowohl für interessierte Fachkräfte aus dem Ausland als auch für ihre potenziellen Arbeitgeber in Deutschland zu sperrig. Sie haben laut VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann „häufig sogar eine abschreckende Wirkung.“

Er fügt hinzu: „Es ist richtig, dass wir Verfolgten Schutz gewähren und ihnen bei der Integration helfen. Es ist aber auch wichtig, dass wir uns für qualifizierte Zuwanderung weiter öffnen.“ Denn „wegen des Flüchtlingsstroms dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass Deutschland in den nächsten Jahren vor allem auf Einwanderer mit einer sehr guten fachlichen Ausbildung angewiesen ist. Aus eigener Kraft werden wir die steigende Nachfrage nach Fachkräften nicht decken können“, sagte Brodtmann. Er begrüßt deshalb, dass die Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg ein Pilotprojekt gestartet hat, um die Anwerbung von ausländischen Fachkräften nach einem Punktesystem zu testen.

(dl)