Borealis meldet einen Nettogewinn von 571 Millionen EUR im Jahr 2014

Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis, stellte den Geschäftsbericht des Jahres 2015 vor. (Bildquelle: Borealis)

Neben dem Rekordgewinn ging allerdings der Umsatz auf 7,7 Mrd. EUR (-7,6 Prozent) zurück. Im Vorjahr lag dieser noch bei 8,33 Mrd. EUR. Die Ergebnisverbesserung gegenüber 2014 basierte auf den generell größeren Gewinnspannen im Polyolefingeschäft, auf dem höheren Beitrag des Basischemikaliengeschäfts und auf dem stärkeren Beitrag von Borouge infolge der erfolgreichen Inbetriebnahme des Borouge 3-Projekts, einem Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company zur Produktion von Polyolefinen. Bei den Basischemikalien erreichte Borealis Verbesserungen im betrieblichen Bereich, der Gesamtbetrieb befindet sich jedoch noch nicht auf dem angepeilten Niveau.

Im Verlauf des Jahres 2015 verringerte sich die Nettoverschuldung durch die Gewinne, die alle drei Geschäftsbereiche einfuhren, um 702 Mio. EUR. Damit sank die Verschuldungsquote (Gearing) von 40 Prozent auf 19 Prozent.

4,5 Mio. Tonnen Polyolefine pro Jahr

Borouge, Borealis‘ Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, setzte die erfolgreiche Inbetriebnahme seines Megaprojekts Borouge 3 im Laufe des Jahres 2015 fort. Im April fuhr Borouge die Hochdruck-Polyethylen-Anlage (LD1) hoch. Mittlerweile laufen auch der Cracker und die fünf Polyolefinanlagen planmäßig. Die einzige noch in Betrieb zu nehmende Anlage ist die für vernetztes Polyethylen (XLPE), welche die Inbetriebnahme des Borouge 3-Megaprojekts abschließt.

Bei voller Leistung stellt Borouge 3 eine zusätzliche Kapazität von 2,5 Mio. Tonnen Polyolefine bereit, was die Gesamtkapazität von Borouge auf 4,5 Mio. Tonnen erhöht. Dadurch wird Borouge zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt. Borealis und Borouge verfügen dann gemeinsam über eine Kapazität von rund 8 Mio. Tonnen Polyolefine.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016

Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, fasst den Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres zusammen und gibt einen Ausblick auf die Erwartungen für das aktuelle Jahr: „2015 hatten wir historische Höchstwerte bei den branchenweiten Polyolefin-Gewinnspannen. Trotz niedrigerer Rohstoffkosten gingen die Polyolefinpreise nicht im gleichen Ausmaß zurück. Dies war auf die angespannte Marktlage- verursacht von einer soliden Nachfrage und Versorgungsengpässen, die vor allem durch außerplanmäßige Produktionsstillstände auftraten – zurückzuführen. Zudem waren Polyolefinimporte nach Europa infolge der Abwertung des Euros nicht wettbewerbsfähig. Wir erwarten im Jahr 2016 eine Entspannung der Situation, aber denken, dass die branchenweite Polyolefin-Gewinnspanne solide bleiben wird. Darüber hinaus erwarten wir weitere Verbesserungen im Pflanzennährstoffbereich, während Borouge weiterhin mit dem schwachen Preisumfeld in Asien konfrontiert sein wird. Generell erwartet Borealis für das Jahr 2016 eine solide, wenngleich geringere Ertragskraft des Unternehmens als im Jahr 2015, wobei unsere Strategie, die drei Profit-Centers Polyolefine, Basischemikalien und Borouge weiter auszubauen, zur Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz des Unternehmens beitragen wird.“

(dl)