Die Kunststoff-verarbeitende Industrie in Deutschland wuchs im Jahr 2017 mehr als doppelt so stark wie die Gesamtwirtschaft. Im Bild: GKV-Präsident Dirk Westerheide (Bildquelle: GKV)

Die Kunststoff-verarbeitende Industrie in Deutschland verzeichnete im Jahr 2015 ein moderates Wachstum. Mit 59,8 Mrd. EUR Umsatz übertrumpft sie den vorherigen Rekord um 1,5 Prozent. Im Bild: GKV-Präsident Dirk Westerheide (Bildquelle: GKV)

Laut Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie (GKV) steuerten die Kunststoffverpackungen und die Technischen Kunststoff-Produkte am meisten zum Wachstum bei. Belastend wirkte sich die ungünstige Entwicklung bei Baubedarfsartikeln und baunahen Halbzeugen aus. Die Menge der verarbeiteten Kunststoffe bewegte sich im Jahr 2015 mit 13,6 Mio. t auf dem Niveau des Vorjahres. Einen leichten Zuwachs verzeichnete die Zahl der Beschäftigten der Branchenbetriebe, die um 1,6 Prozent auf 316.000 Beschäftigte wuchs, wie Verbandspräsident Dirk Westerheide bekanntgab.

2015 beeinträchtigten die zeitweise stark schwankenden Rohstoffpreise, insbesondere von Polyethylen und Polypropylen, die Geschäftsentwicklung. Viele Branchenbetriebe füllten daher ihre Lager, um lieferfähig zu bleiben. Der GKV erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach einer Abschaffung der Zölle auf Rohstoffimporte.

Nach Ansicht des GKV blickt die Branche weiterhin mit Sorge auf die Stromkosten in Deutschland. GKV-Präsident Westerheide forderte die Bundespolitik auf, Maßnahmen gegen steigende Stromkosten für die Industrie zu ergreifen und den Unternehmen Planungssicherheit zu verschaffen.

Die Stimmungslage bei den Branchenbetrieben ist trotz des eher moderaten Wachstums im vergangenen Jahr zu Beginn des Jahres 2016 weiterhin verhaltenen optimistisch. Technologische Impulse könnten auch von der weltgrößten Messe der Kunststoffindustrie, der K‘ 2016 ausgehen, die vom 19. bis 26. Oktober 2016 in Düsseldorf stattfindet, so der GKV.

(dl)