Polycarbonat für die Kapselendoskopie

Das in der Kapselhülle eingesetzte Hightech-Polycarbonat ist biokompatibel und sicher. (Bildquelle: Shenyang Shangxian)

Ärzte speichern die Aufnahmen in externen Bildspeichern und werten sie aus. Da Patienten die Kapsel in ihren Körper aufnehmen, müssen die eingesetzten Materialien hohe Anforderungen erfüllen. Für die Kapselhülle verwendet Shenyang Shangxian einen speziellen Typ des Hightech-Polycarbonats Makrolon von Covestro, Leverkusen. Das Material ist biokompatibel und wird weder von der Magensäure noch der basischen Darmflora angegriffen. Außerdem ist es mechanisch stabil. „Kapselendoskope bestehen aus einer Miniaturkamera, einem digitalen Prozessorsystem und einem Transceiver zur drahtlosen Übertragung der Daten“, erläutert Sun Yufeng, Geschäftsführer des Chinesischen Unternehmens. „Sie werden einfach wie ein Medikament mit Wasser eingenommen. Die Materialien müssen deshalb sicher und korrosionsbeständig sein und einen großen Öffnungswinkel der Kamera ermöglichen. Außerdem haben Ärzte hohe Anforderungen an die Bildqualität. Das Polycarbonat ist für diese Anwendung perfekt geeignet.“ Der Kunststoff ist hochtransparent und ermöglicht dadurch klare, gut aufgelöste Bilder. Daneben sorgt er viel Gestaltungsfreiheit, so dass ein großer Öffnungswinkel der Kamera möglich ist und ein breites Sichtfeld abgedeckt werden kann. Diese Vorteile leisten einen wichtigen Beitrag, um Unsicherheiten bei der Diagnose von Magen-Darm-Krankheiten zu überwinden, und ersparen dem Patienten Unannehmlichkeiten bei der Untersuchung.