Ziernahtprüfung an Airbags

Der Scanner prüft die Ziernähte des Airbags (Bildquelle: Micro-Epsilon)

Der Abstand der Naht zur Trennstelle zwischen den Einzelteilen und auch der Höhenversatz zwischen beiden Teilen werden ermittelt. Airbag-Abdeckungen müssen sich in den Innenraum eines Fahrzeuges makellos integrieren. So gelten auch bei diesem Sicherheitsbauteil hohe Anforderungen, zum einen an die Funktionalität, zum anderen an die Ästhetik. Cockpit, Innenverkleidung, Lenkrad und eben auch Airbag-Abdeckungen sind als Interieur-Teile perfekt auf das Gesamtbild des Fahrzeuges abgestimmt. Die Abdeckungen haben grundsätzlich zwei Funktionen. Zum einen sollen sie funktional sein und bei einem Unfall das Aufblasen des Airbags nicht behindern. Zum anderen dienen sie der Gestaltung des Fahrzeuginneren. Während Montagespalte wie bei anderen Fahrzeugelementen erst im verbauten Zustand bewertbar sind, werden Ziernähte bereits während des Herstellungsprozesses mit dem Laser-Profil-Scanner geprüft. Zur Prüfung führt ein Roboterarm den Laserscanner an der Ziernaht entlang. Er erfasst dabei die Kontur der Naht und wertet mehrere Informationen gleichzeitig aus. So prüft er kontinuierlich den Abstand der Naht zur Trennstelle zwischen den Einzelteilen und gibt die Bewertung über die Ethernet-Schnittstelle direkt als 0 (NIO) oder 1 (IO) aus. Darüber hinaus wird auch der Höhenversatz zwischen den zwei Einzelteilen geprüft, sodass Montagefehler sofort erkannt werden. Farb- und Helligkeitsunterschiede zwischen Naht und Abdeckungsmaterial spielen bei der Messung keine Rolle, da wechselnde Oberflächen vom Scanner automatisch kompensiert werden, was herkömmliche Bildverarbeitungssysteme meist vor große Schwierigkeiten stellt. Die hohe Profilfrequenz des Scanners ermöglicht die Erfassung einer Airbag-Abdeckung innerhalb von 3 Sekunden.