Lanxess erhöht Produktionskapazität von PA- und PBT-Compounds in den USA

Lanxess rechnet mit einem jährlichen Nachfrageplus an Hochleistungskunststoffen seitens der Autohersteller von durchschnittlich 7 Prozent in den Jahren 2015 bis 2020. Grund dafür sind maßgeblich die steigende Automobilproduktion und der Trend zu verbrauchsärmeren Fahrzeugen.
(Bildquelle: Lanxess)

Die Anlage verarbeitet die Basispolymere Polyamid (PA) und Polybutylenterephthalat (PBT) – je nach Kundenwunsch – mit Additiven und Glasfasern zu den Hochleistungskunststoff-Produktlinien Durethan und Pocan. Diese kommen hauptsächlich in der Automobilindustrie für leichtere Kunststoffkomponenten zum Einsatz, die unter anderem Metallteile in Fahrzeugen ersetzen und damit Kraftstoffverbrauch und Emissionen verringern.

„Mit dieser Investition unterstreichen wir unseren verstärkten Fokus auf Hochleistungskunststoffe und damit unsere Strategie, das Geschäft in Marktsegmente mit höherer Wertschöpfung zu verlagern“, sagte Hubert Fink, Vorstandsmitglied von Lanxess. „Der Kapazitätsausbau in Gastonia ist darüber hinaus ein klares Bekenntnis zu Nordamerika, eine für uns bedeutende Wachstumsregion.“

Leichtbau fördert Nachfrage für technische Kunststoffe im Automobilbau

Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren zwischen 50 und 100 Millionen Euro für organisches Wachstum in sein Geschäft mit Hochleistungskunststoffen zu investieren. Damit will es an der erwarteten weltweit steigenden Nachfrage nach technischen Kunststoffen in Automobilanwendungen teilhaben. Der Rohstoffhersteller rechnet mit einem jährlich Nachfrageplus von durchschnittlich 7 Prozent in den Jahren 2015 bis 2020. Grund dafür sind maßgeblich die steigende Automobilproduktion und der Trend zu verbrauchsärmeren Fahrzeugen. In den USA müssen Automobilhersteller zum Beispiel die Corporate-Average-Fuel-Economy-Vorgaben (CAFE) erfüllen. Diese geben die durchschnittliche Strecke vor, die pro Gallone Kraftstoff zurückgelegt werden muss. Für 2016 liegt die Vorgabe bei 34,1 Meilen pro Gallone (entspricht etwa 6,9 l/100 km). Im Jahr 2025 sollen Hersteller mit ihrer Fahrzeugflotte einen durchschnittlichen Wert von 54,5 Meilen pro Gallone (entspricht etwa 4,3 l/100 km) erreichen.

„Die US-amerikanische Automobilbranche entwickelt sich unvermindert gut und die Nachfrage nach technischen Kunststoffen in Autos steigt“, sagte Antonis Papadourakis, Landesleiter von Lanxess in den USA.

(dl)