Generative Fertigung für die Großserie

ILK-Wissenschaftler Dipl.-Ing. Johann Maaß und Dipl.-Ing. Michael Krahl testen die Preforming-Anlage.

Die neue Anlage ermöglicht eine schnelle Ablage mehrerer faserverstärkter Thermoplast-Tapes, die individuell, belastungsgerecht und endkonturnah auf räumlichen Strukturen abgelegt werden können. Im Rahmen von künftigen Forschungsaktivitäten am ILK werden in Kooperation mit Compositence, Leonberg, die Anlage und der Verarbeitungsprozess genutzt und gezielt weiterentwickelt, um die Fertigung von maßgeschneiderten Leichtbaustrukturen beispielsweise für die Automobil- und Luftfahrtindustrie zu ermöglichen. Ein Ziel der ILK-Forscher ist etwa die verschnittfreie Herstellung eines kompletten Karosserie-Seitenteils – inklusive der Anbindungselemente für Gurte, Scharniere oder Fenster sowie Funktionselementen wie Lautsprechern oder Beleuchtung – in einem Fertigungsschritt.

Das ILK mit den Kompetenzzentren Leichtbau-Innovationszentrum (LIZ), Kunststoff-Anwendungszentrum (KAZ) sowie Prozess-Entwicklungszentrum (PEZ) bildet den Kern des Leichtbaucampus der TU Dresden in Dresden-Johannstadt. Mit dem Aufbau der neuen Anlage im Freitaler Technologie- und Gründerzentrum erschließt das ILK einen neuen Standort zur Stärkung der Forschungsregion Dresden. ILK-Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. rer. nat. Hubert Jäger zur Standorterweiterung: „Im Zeitalter globaler, weltumspannender Vernetzung dürfen die lokalen Beziehungen nicht in den Hintergrund treten.“ Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. habil. Maik Gude weiter: „Mit der stetigen Ausweitung unseres Technologieparks und der Erweiterung unseres Leichtbaustandortes gehen wir einen großen Schritt, um unsere Leichtbau-Kompetenzen nachhaltig zu stärken und auszubauen.“