„Unsere ersten Ergebnisse als unabhängiges Unternehmen zeigen, dass wir mit unserem Geschäft weiterhin auf Kurs sind“, erklärt der Covestro-Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas. Das Ebit verbesserte sich ebenfalls und lag mit 287 Mio. EUR um 64 Prozent über dem des dritten Quartals des vergangenen Jahres. Hierin sind Sondereinflüsse von -18 Mio. EUR (Vorjahr: -2 Mio. EUR) enthalten. Diese beinhalten Aufwendungen für die Konsolidierung von Produktionsstätten sowie Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Verselbständigung und dem Börsengang von Covestro. Bereinigt um diese Sondereffekte stieg das Ebit um 72,3 Prozent auf 305 Mio. EUR im dritten Quartal 2015.

Quartalsumsatz ging zurück

Der Umsatz sank hingegen im dritten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 3,02 Mrd. EUR. Während die Absatzmengen insgesamt auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2014 lagen, waren die Verkaufspreise rückläufig. Das gilt für alle drei operativen Segmente, vor allem für den Bereich Polyurethanes, in dem das Unternehmen Rohstoffe für Schaumstoffe entwickelt, produziert und vertreibt. Positive Währungseffekte kompensierten die niedrigeren Preise jedoch größtenteils.

Zuwächse beim Segment Polycarbonates

Das Segment Polycarbonates verzeichnete im dritten Quartal 2015 einen Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 819 Mio. EUR. Dieser Zuwachs ist auf eine positive Mengenentwicklung zurückzuführen, während die Absatzpreise für den Hochleistungskunststoff leicht rückläufig waren. Positive Währungseffekte trugen ebenfalls zur Umsatzsteigerung bei.

Im Segment Coatings, Adhesives, Specialties legte der Umsatz um 2,6 Prozent auf 519 Mio. EUR zu. Währungseffekte glichen die im Vergleich zum dritten Quartal des vergangenen Jahres leicht gesunkenen Absatzmengen und -preise aus.

Umsatzplus in den ersten neun Monaten

In den ersten neun Monaten 2015 erzielte Covestro ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent auf 9,28 Mrd. EUR. In allen Segmenten stiegen die Absatzmengen. Hinzu kamen Währungseffekte, welche insgesamt die gesunkenen Absatzpreise, vor allem bei Polyurethanes und Polycarbonates, mehr als ausglichen. Das bereinigte EBITDA im Dreivierteljahr 2015 stieg um 45,6 Prozent auf 1,39 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich niedrigere Rohstoffpreise und höhere Absatzmengen kompensierten den Rückgang der Absatzpreise und sorgten zudem für einen Überschuss. Währungseffekte hatten außerdem einen positiven Einfluss von etwa 200 Mio. EUR. Das Ebit stieg im Jahresvergleich um 55,4 Prozent auf 760 Mio. EUR.

Den vollständigen Quartalsbericht inklusive einer Prognose für das Gesamtjahr 2015 veröffentlicht das Unternehmen am 12. November 2015.

(dl)