Quo vadis Euromold?

Erste Euromold in Düsseldorf erfolgreich abgeschlossen.

Insgesamt wurden zur Euromold 2015 11.160 Fachbesucher aus 48 Ländern gezählt. Dabei war der zweite Messetag der Stärkste mit 3.304 Besuchern, gefolgt vom Donnerstag mit 3.058 Besuchern. Die für Aussteller besonders wichtige Struktur der Besucher blieb auch auf der neuen Euromold in Düsseldorf in etwa gleich. 16 Prozent der Besucher kamen aus der Geschäftsleitung, weitere 14 Prozent Inhaber, 10 Prozent Projektleiter und  immerhin noch 5% Gruppenleiter. Nahezu ein Drittel aller Besucher kam aus dem Bereich R&D (27 Prozent). Bei den Herkunftsländern der Besucher blieb Deutschland  erwartungsgemäß das stärkste Land, gefolgt von den  Niederlanden, Frankreich, Italien und Spanien.

Was diese Zahlen nicht aussagen können, ist die Stimmung: gerade im  Bereich des 3D-Drucks war zeigten sich die Aussteller zufrieden.  Neben der Präsentation einiger Premieren – unter anderem stellte  die Firma Formlabs aus Sommerville, Massachusetts/USA einen deutlich  größeren aber gleichzeitig preisgünstigen 3D-Drucker vor – wurden nach Aussagen von 3D-Druck-Anlagen-Anbieter  unmittelbar auf der Messe auch Maschinen verkauft.

Quo vadis Euromold?

Im Bereich des 3D-Drucks zeigten sich die Aussteller zufrieden.

Auch für die Aussteller aus dem Bereich Digitale Produktentwicklung schien die Messe zufriedenstellend verlaufen zu sein. So gestaltete beispielsweise die Firmengruppe Scanbull Software, Hameln, ein mittelständischer Anbieter von Lösungen aus dem Bereich Virtual Reality/Augmented Reality auf der Messe eine Sonderfläche zur Digitalen Produktentwicklung. Diese umfasste alle Prozess-Schritte vom Scanning, über die Datenaufbereitung,  -bearbeitung und -bereitstellung, über vielfältige Tools, wie eine Topologie-Optimierung, Simulation, Virtual Reality, Augmented Reality und natürlich CAD/CAM.

Enttäuscht zeigten sich dagegen die Aussteller von Produkten und Lösungen für den Werkzeugbau. Die Euromold, als Messe auch für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau, wie es im Claim steht, zog anscheinend wenige Werkzeug- und Formenbauer nach Düsseldorf. Vielleicht sollte der Veranstalter sein Konzept noch einmal überdenken und eine reine Messe für Design, Additive Fertigung und Produktentwicklung veranstalten. Denn wenn als Highlight eine Fashion Show mit Mode und Schmuck aus dem 3D-Drucker von Designern aus New York angepriesen wird, findet sich der Werkzeug- und Formenbauer nicht wieder.

Die Euromold 2016 findet vom 06. bis 09. Dezember 2016 wieder auf dem Messegelände Düsseldorf statt.