Intelligente Materiallösung für Pedelec-Akkus

Robuste, leichtgewichtige und sichere Materiallösung für Lithium-Ionen-Akkus. (Bildquelle: Covestro)

Die Akkus sind hohen Belastungen ausgesetzt: Auf dem Weg zur Ladestation und zurück kann die Batterie schon mal unsanft auf den Boden fallen, außerdem sind die Räder oft Wind und Wetter ausgesetzt. „Batteriehersteller haben eine ganze Reihe von Wünschen, wenn sie nach geeigneten Materialien suchen, die das empfindliche Innenleben der Akkus schützen“, erläutert Dr. Constantin Schwecke, Experte für Materiallösungen mit Polycarbonat im Bereich Elektromobilität. „Die Werkstoffe müssen sehr schlagbeständig sein, auch bei den niedrigen Wanddicken, wie sie heute für kompakte und leichtgewichtige Batterien gefordert sind.“ Bayblend FR3040, ein Kunststoffblend aus Polycarbonat und Acrylnitril-Butadien-Styrol, erwies sich als Material der Wahl für den Zellhalter im Inneren der Batterie sowie die Isolierplatten. Der flammgeschützte Typ erfüllt die erwarteten Standards: Bei 0,75 mm Wandstärke erreicht das Produkt die Kategorie UL 94V V-0, bei 0,6 mm dünnen Wänden die Kategorie V-1. Für die Gehäusebauteile wurde das für solche Anwendungen entwickelte schlagzähe Produkt Bayblend T65 XF verwendet. Aufgrund seiner guten Duktilität und Fließfähigkeit lässt es sich effizient verarbeiten, auch in den geforderten geringen Wanddicken. Als amorphes Material lässt es sich präzisionsgenau spritzgießen – ein Vorteil, wenn man verhindern will, dass Wasser in das Gehäuse eindringt. Mit Hilfe von rheologischen Simulationen hat das Unternehmen die Spritzgießprozesse für diese Anwendung noch weiter optimiert.