Nachhaltige Lösung für elektronische Etiketten

Beschreiben des elektronischen Etiketts mit einem Schreib-/Lesegerät. (Bildquelle: Simona)

Das Unternehmen E-Inductive, Weiler im Allgäu, ist ein Start-Up Unternehmen aus einem universitären Forschungs- und Entwicklungsumfeld mit langjähriger Erfahrung im Bereich der drahtlosen Energieübertragung und Entwurf von RFID-Systemen. Neben der Simulation liegt der Fokus auf der Entwicklung und Optimierung von Gesamtsystemen. Für die Herstellung des gefrästen Grundgehäuses ihrer elektronischen Etiketten war der Dienstleister auf der Suche nach einem nachhaltigen Material mit hochwertiger Optik und guten Verarbeitungseigenschaften.
Die herkömmliche Kennzeichnung von Objekten mit Etiketten unter Verwendung von Papier ist aufwändig, nicht umweltgerecht und häufig nur einmal anwendbar. Im Vergleich zu papierbasierten Lösungen können Informationen auf einem optischen Träger leicht und vor allem mehrfach geändert werden. Die Einsatzmöglichkeiten elektronischer Etiketten sind vielfältig. Schon heute werden kundenspezifische Lösungen der Firma E-Inductive zum Beispiel als personalisierte Besucherausweise oder im Lagermanagement zur eindeutigen Identifizierung der Artikel verwendet.

Identifikation im Labor

Die Nevolab liefert maßgeschneiderte, innovative Lösungen zur Vereinfachung von Arbeitsabläufen im Bereich der Laborautomation und des Labordatenmanagements. Zur Identifikation der Proben sollte E-Inductive für Nevolab ein elektronisches Etikett entwickeln, mithilfe dessen, neben der eingesetzten RFID-Technologie, visuelle Informationen ergänzt werden können.

Nachhaltige Lösung für elektronische Etiketten

Fräsvorgang (Bildquelle: Simona)

Ein elektronisches Etikett setzt sich aus einem Grundgehäuse aus Kunststoff, einem E-Paper-Display und einem im Thermodruck-Verfahren bedruckbarem Aluminium-Rahmen zusammen. Als Alternative zu ABS sollte für die Herstellung des gefrästen Grundgehäuses ein hochwertiger Kunststoff mit hoher Steifigkeit und Schlagzähigkeit sowie guter Optik und einfacher Verarbeitbarkeit zum Einsatz kommen. Auch die Nachhaltigkeit des Materials war bei der Suche nach einem geeigneten Kunststoff ein wichtiges Kriterium.

Eine nachhaltige Lösung

Nachhaltige Lösung für elektronische Etiketten

Fräsvorgang (Bildquelle: Simona)

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rohstoffexperten von Simona die ersten Produktionsversuche mit dem neuen Werkstoff PLA-HT erfolgreich abgeschlossen und konnte Materialmuster für Platten zur Verfügung stellen, welches exakt den gewünschten Eigenschaften entsprach. Im Vergleich zu ABS lässt sich Simogreen PLA-HT leichter fräsen, womit ein Ausfransen des Materials verringert und die Fertigungszeiten verbessert werden konnten. Zudem überzeugten die Platten durch ihre hohe Steifigkeit und hochwertige Optik. Der Werkstoff zählt zu den biobasierten Kunststoffen und konnte somit auch die Anforderung an ein nachhaltiges Material erfüllen.