Fakuma 2015: Für Mehrfachkavitätenwerkzeuge und Bewegungsstudien

Mehrfachkavität (Bildquelle: Mecadat)

Diese Werkzeuge stellen spezielle Anforderungen an das CAD-System, da trotz der oft großen Anzahl von bis zu 64 Formnestern ein einfaches Handling und schnelles Ändern möglich sein sollte. Hier setzt nun die Solidgruppentechnologie an. Die im Grundmodul integrierten Solidgruppen wurden in der Version 21 nochmals erweitert. Es besteht nun die Möglichkeit, sogenannte Abbilder einer identischen Geometriestruktur in einer Werkzeugbaugruppe einfach festzulegen. So können zum Beispiel Aktivteile, die mehrmals vorkommen, verwaltet werden. Aber auch Baugruppen wie Schiebereinheiten oder Anbauten können so effektiv erstellt werden. Diese Gruppen können dann im Werkzeug durch einfache Transformationsbefehle wie Verschieben, Drehen und Spiegeln beliebig oft dupliziert wer-den. Ändert man nun eine Aktivkomponente, so überträgt sich die Änderung automatisch auf alle identischen Bauteile in den anderen Formnestern. In welchem Formnest der Konstrukteur die Änderung durchführt spielt dabei keine Rolle. Alle Abbilder sind gleichwertig und benötigen keine Mutter-Kind Beziehung. Im Gegensatz zu auf normaler Assemblystruktur basierenden Baugruppen sind diese auf dem Abbildkonzept basierenden Komponenten einfach handzuhaben. Es werden keinerlei Zwangsbedingungen aufgebaut. So können Solidgruppen komplett oder auch nur einzelne Komponenten der Gruppe jederzeit wieder aufgelöst werden. Durch den hybriden Konstruktionsansatz ist auch ein Auflösen in Flächen von Formnestkomponenten jederzeit möglich. So können bei Artikeländerungen, die geänderten Bereiche als Flächenverband im Formnestbereich ausgetauscht werden.

Halle A2, Stand 2212