Fakuma 2015: Werkzeugeinsätze aus dem 3D-Drucker

(Bildquelle: Dr. Boy)

Diese Einsätze werden dann in ein Trägerwerkzeug auf einer Boy XS eingesetzt und die Produktion von praktischen Karabinerhaken aus diversen Materialien startet. Werkzeugstandzeiten bis zu 100 Schuss sind problemlos möglich und das Wechseln von neuen Einsätzen erfolgt in wenigen Minuten. „Die auf den 3D-Werkzeugen spritzgegossenen Teile entsprechen in ihren physikalischen Eigenschaften exakt den Teilen, wie sie auch auf konventionellen Werkzeugen hergestellt werden. Diese Lösung um schnell und günstig Musterteile oder Kleinserienteile zu produzieren, halten wir für eine sehr praktikable und wirtschaftliche alternative zur additiven Herstellung von Kunststoffteilen.“ Im Spritzgießmaschinen-Verbund einer Boy 35 E VH und einer Boy 2C XS zeigt das Unternehmen zudem die vollautomatisierte Produktion von Kreuzschlitz-Schraubendrehern der Größe PH 1 auf einem Vier-Stationen-Werkzeug. Als erstes wird der in das Werkzeug eingelegte Stahl-Rohling (Klinge) mit heißem PA 6 GF umspritzt. Dann wird der Schraubendreher im Werkzeug von einem Transfersystem in eine Warteposition gelegt. Beim nächsten Maschinenzyklus gelangt der auf circa 80 °C temperierte PA-Grundkörper automatisch in die nächste Bearbeitungsstation, in der das Heft mit Zwei-Komponenten-Flüssigsilikon umspritzt wird. Dies sorgt für eine angenehme Haptik des Schraubendrehers. In der letzten Station kühlt der Griff ab und wird von der Automationseinrichtung aus dem Werkzeugraum entnommen. Das Werkzeugkonzept dieser attraktiven Anwendung besteht in der optimalen Heiß-Kalt-Temperaturführung in einem Werkzeug. Halle A7, Stand 7101