Modulares Verfahren macht Beschichtung von Kunststofffolien hocheffizient

Pilotanlage zur Vakuumbeschichtung von Kunststofffolien im Rolle-zu-Rolle Modus. (Bildquelle: Fraunhofer Institut FEP)

Zur Beschichtung von Kunststofffolien im Vakuum gibt es verschiedene Verfahren, die jeweils für den konkreten Einsatzfall geeignet sind, aber auch Nachteile besonders bei der Beschichtung großer Folienflächen haben. Die Elektronenstrahlverdampfung ist ein sehr komplexes Verfahren und daher teuer und mit hohen Investitionen verbunden, bei der Schiffchenbedampfung wird vor allem Aluminium verdampft und Sputtern benötigt viel Zeit. Mit dem vom sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderten Projekt Multitask, an dem Wissenschaftler des Fraunhofer Institut FEP, Dresden, ISA und VTD Vakuumtechnik mitgewirkt haben, wurden nun die Grundlagen für ein modulares und flexibles Verfahren gelegt. „Die Innovation dieses Beschichtungsverfahrens liegt in seiner Flexibilität.“, erläutert Steffen Straach, Projektleiter des Bereichs Flexible Produkte. „Neben Aluminium können eine Menge anderer Materialien, wie Kupfer, Silber oder Oxide aufgebracht werden und das sogar auf beliebigen Folienbreiten.“ Das Verfahren kann auch als plasmagestütztes Verfahren genutzt werden. Durch die hohen Beschichtungsraten und automatisierte schneiderte Technologien zu entwickeln, neue Produkte auf den Markt zu bringen oder bestehende Prozesse wirtschaftlicher zu gestalten.