Auch in der Klebstoffherstellung oder der Klebstoffverarbeitung müssen Anlagenteile oder verschmutzte Werkzeuge gereinigt werden. Oft werden die nötigen Reinigungsarbeiten manuell mit Pinsel, Bürste und Ähnlichem, in offenen Produktionsbehältnissen und Becken durchgeführt. Die Mitarbeiter sind somit durch Einatmen, Geruch und allfälligem Hautkontakt diesen Produkten direkt ausgesetzt. Arbeitsplatzhygienisch etwas weniger kritisch ist das Reinigen geschlossener Systeme, wie Dosierleitungen oder Misch- und Dosierköpfe in kunststoffverarbeitenden 2-Komponenten-Anlagen. Trotzdem gelten auch hier die gleichen Restriktionen wie bei den offenen Anwendungen. Durch schärferes Einstufen und Kennzeichnen der handelsüblichen Lösemittel sind viele Anwender und Verarbeiter solcher Produkte auf der Suche nach Alternativen. Zumeist stehen neben der technischen Lösung eine geringstmögliche Giftigkeit, bestmögliche ökologische Eigenschaften sowie positive arbeitsplatzrelevante Faktoren im Vordergrund der Neuausrichtung.

Ersatz für NEP-Spülmittel

Ein Produktionsbetrieb, der 2K-PUR in der Herstellung von hochwertigen Kunststoff-Formteilen und -beschichtungen verarbeitet, reinigte in der Vergangenheit seine Maschinen-Mischköpfe und Dosierzuleitungen mit einer NEP-basierten Mischung. Nach der Bekanntgabe der Reklassifizierung dieses Stoffs als reproduktionstoxisch wurde eine Alternative benötigt. Die Nachfolgelösung musste auf eine Basis gestellt werden, die der Giftigkeitsthematik definitiv ein Ende setzt. Nach Schilderung der technischen Anforderungen wurde das Produkt Resin-Clean EXP-10/70-V2 empfohlen. Erst erfolgten Tests im betriebseigenen Labor, später in der Produktion. Nach erfolgreicher Testphase, Gutbefund und Freigabe werden nun mit dem neuen Reiniger sämtliche Maschinen und zum Teil auch verschmutzte Werkzeuge erfolgreich und zu vergleichbaren Kosten gereinigt – ohne die Problematik der Giftigkeit.

Ersatz von NEP als Klebstoffentferner

Ein Lohnverarbeiter, der speziell mit 1K- und 2K-PUR-Klebstoffen arbeitet, verwendete zur Reinigung der Anlagenteile und Werkzeuge reines NEP. Aufgrund toxikologischer Bedenken war der Kunde bereit, Alternativen zu testen. Nach diversen Versuchen im Labor mit unterschiedlichen Produkten wurde Resin-Clean EXP-10/50 ausgewählt. Da auch ausgehärtetes PUR gelöst werden musste, waren die Anforderungen an das neue Mittel hoch. Mittlerweile hat sich das Reinigungsmittel im dreimonatigen Produktionseinsatz bewährt.