Neue Lösungen für ein  modulares Verschleißschutzkonzept von Verfahrenseinheiten

Beim Abrasionstest mit Schleifpapier zeigt sich der maximierte Verschleißwiderstand der Beschichtung im Vergleich zu herkömmlichen TC-Ni-basierenden Beschichtungstypen. (Bildquelle: Battenfeld-Cincinnati)

Bisher wurden Hartmetallbeschichtungen im Wesentlichen bei High-Tech-Anwendungen wie Raumfahrt- und Flugtechnik, Motorsport, Erdölindustrie sowie in der Bohr- und Zerspanungstechnik angewendet. Jetzt werden die vollwertige Hartmetallbeschichtungen Kunden für Extruderschnecken und Zylinder zur Verfügung gestellt. Das Beschichtungsmaterial verbindet einerseits die Abrasions- und Erosionsbeständigkeit von WC-Hartmetallen mit einer sehr guten Beständigkeit gegen Säuren der Halogenide Chlor und Brom. Auf Wunsch kann die Hartmetallbeschichtung auch für Teilbereiche der Schneckengeometrie angewendet oder die gesamte Schnecke gekapselt werden. Der besondere Vorteil der neuen Technologie ist, dass sich die Wolframkarbide durch die sehr hohe Konzentration gegenseitig abstützen und zusätzlich hartmetallisch gebunden sind. Bei bisher marktüblichen gelöteten oder geschleuderten Beschichtungen befindet sich eine weitaus geringere Anzahl von Wolframkarbiden in einer vergleichsweise weichen Matrix. Die Technologie bietet im Gegensatz zu herkömmlichen Wolframkarbidbeschichtungen einen etwa 30 Prozent höheren Gewichtsanteil an Wolframkarbid, welcher die gegenseitige Abstützung der Karbide ermöglicht. Besonders interessant ist die neue Beschichtung für hochgefüllte PVC-Rezepturen, PE mit abrasiven Farbstoffen, PP mit Talkum oder Glasfaser, Postconsumer Regenerat oder auch für Natural Fiber Composites.