Parkhaus für Türen

Fertigungslinie nach Parkhauskonzept (Bildquelle: BSH/Henneke)

Neuartig dabei ist ein Parkhaus-Konzept für die Formenträger, welches eine Mischproduktion mit unterschiedlichen Aushärtezeiten bei weitestgehend gleichbleibender Taktung ermöglicht. Die Vorgaben für dieses Projekt waren klar definiert: ein deutlich höherer Automatisierungsgrad bei der Mischproduktion verschiedenster Türen-Typen und eine bessere ergonomische Gestaltung als in der herkömmlichen Fertigung. Eine Kühl- oder Gefriergerätetür ist immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Es gibt eine Innenseite aus Kunststoff und eine Außenseite aus Blech. Zwischen diesen beiden Elementen wird Polyurethan eingefüllt, das als Schaum aushärtet und eine feste Verbindung mit den Türelementen eingeht. In der herkömmlichen Türen-Fertigung härtet der Schaum in der Tür in einem Trommelsystem aus. Hierbei rotieren die Formenträger in einer getakteten Drehbewegung um eine horizontale Achse. Bei dieser Art der Herstellung hat der Bediener immer den gleichen Arbeitsablauf an einer einzigen Station. Dieser Arbeitsablauf des Bedieners bestimmt die Taktzeit der gesamten Anlage. Bei der neuen Schäumanlage sind die Arbeitsschritte Entnahme, Beladen und Schäumen jetzt in drei nachgeschaltete Stationen aufgeteilt. Durch diese Aufteilung reduziert sich die Taktzeit erheblich. Um die Flexibilität der Anlage zu erhöhen, härten die Türen nicht mehr in einem Trommelsystem aus, sondern in einer Art mehrstöckigem Parkhaus. Dieses System gibt dem Hersteller die Möglichkeit, eine Mischproduktion verschiedenster Türentypen zu fahren. Egal wie lange eine Tür zum Aushärten braucht, die Taktung der Anlage bleibt weitestgehend gleich.