Der Gründer Robert Kettenbaum, Student der Elektrotechnik, baute aus Zigarrenkisten Fotoapparate und bot einen Reparaturservice an. Der Kölner Kaufmann Josef Joisten stieg mit ein und aus den Anfangsbuchstaben entstand der Unternehmensname. Kettenbaum entwickelte Schweißgeräte selbst und konstruierte den Vielkantbohrer VIKA, mit dem sich Vier- oder Sechskantlöcher bohren lassen. Mit dem Vertrieb einer schwedischen Handfeilmaschine für Polierarbeiten begann die Spezialisierung auf die Oberflächenbearbeitung. Ein zweites Standbein war die Verarbeitung von Kunststofffolien in einem eigenen Schwesterunternehmen. Auch hier waren die Innovationen der Erfolgstreiber: In den 60er Jahren zum Beispiel entwickelte man eine Maschine, mit der Kunststoffhandschuhe für den Kosmetikbereich produziert wurden. Aktuell beschäftigt joke an dem Standort Bergisch Gladbach-Herkenrath über 90 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 18 Mio. EUR. Seit 2010 leiten Udo Fielenbach und Martin Heinrich die Unternehmen. Die beiden Schwesterunternehmen agieren komplett selbständig und teilen nur einige zentrale Abteilungen wie IT, Marketing oder Einkauf.

Oberflächenbearbeitung

Die Oberflächenbearbeitung ist ein wissens- und erfahrungsintensiver Bereich, häufig als manuelle Tätigkeit für den letzten Schliff. joke Technology hat sich in diesem Segment als fester Partner für viele Unternehmen etabliert. Ein Grund ist sicherlich das breite Angebot zum Schleifen, Polieren, Läppen und Schweißen – vom Werkzeug bis zu den Verbrauchsmaterialien. Ein großer Pluspunkt für viele Kunden sind die kurzfristigen Lieferzeiten. Das wichtigste Argument ist jedoch Beratung und Service. Das fängt mit Mustern an, bei denen die speziellen Werkstücke von Kunden gestrahlt, geschweißt, geläppt oder poliert werden. Ein umfangreicher Bericht dokumentiert die Möglichkeiten und zeigt die beste Lösung auf. Im Schulungszentrum von joke wird dafür gesorgt, dass das notwendige Wissen zur Oberflächenbearbeitung bei den Kunden auf dem neuesten Stand ist.

Der Servicegedanke wird bei joke konsequent gelebt. Kunden können sich bei joke Antriebssysteme, Handstücke und Werkzeuge ausleihen, zum Beispiel für ihre zeitlich begrenzten Projekte. Oder sie senden ihre eigenen Geräte zur Reparatur nach Bergisch Gladbach – dieser Service ist nicht auf die eigenen joke Produkte beschränkt und gilt selbstverständlich auch für Fremdgeräte. Der Sonderteile und -maschinenbau für spezielle Aufgaben und diverse Finanzierungsmöglichkeiten runden das umfangreiche Angebot ab.

Folienschweißtechnik: Bestseller sind Longseller

Von kleinen Schweißzangen für das (Wieder-)Verschließen von beispielsweise Kaffeebeuteln bis zu großen Anlagen für die Produktion von Einmalhandschuhen als Beileger für Haarfärbemittel reicht die Produktbandbreite des zweiten Unternehmens – der joke Folienschweißtechnik. Das Unternehmen setzt auf hochwertige Komponenten und durchdachte Konstruktionen bei einem hohen Anspruch an die eigene Arbeit. Das ist möglich, weil das Unternehmen nah bei seinen Kunden ist und die Einsatzzwecke gut kennt. Ein Beispiel für solche praktischen Details ist die einfache Stromversorgung von kompakter Beutelautomaten – ein Aspekt, der vor allem bei Herstellern und Lohnverpackern von Kleinteilen wichtig ist.

2014 übernahm joke Folienschweißtechnik das Troisdorfer Unternehmen Reno-Tec, das auf die Produktion von Großanlagen spezialisiert war, und konnte damit das eigene Portfolio und Wissen entsprechend weiter vertiefen. Am Standort in Herkenrath werden die Geräte und Anlagen geplant, konstruiert und gefertigt.