Kamera versorgt sich selbst mit Strom

Die US-amerikanische Columbia University entwickelte eine Kamera mit einem Bildsensor, der einen Teil des auftreffenden Lichts in elektrische Energie umwandelt. (Bildquelle: Columbia University)

Wie Heise online meldet, erstellt die Kamera ein Bild mit einer Auflösung von 30 mal 40 Pixeln oder ein Video mit einem Bild pro Sekunde, ohne einen Akku oder eine andere Stromquelle zu benötigen. Ein Kondensator speichert die nötige Spannung kurzfrisitig. Licht mit 300 Lux bietet ausreichend Energie für ein Bild. Für schwächeres Licht reduziert ein Algorithmus die Bildrate von Videos entsprechend.

Kern des Konzepts ist ein Pixel-Stromkreis, bei dem die Fotodioden aus dem einfallenden Licht zunächst ein Bild erstellen und dann in den Strommodus umschalten, um den Sensor mit Energie zu versorgen.

Das Prinzip eignet sich daher für entlegene Einsatzorte, sei es als Sicherheitskamera oder als Hilfsmittel, um beispielsweise Fahrerlose Transportsysteme in weitläufigen Außenbereichen im Blick zu behalten. Aber auch Anwendungen in der Industrie 4.0 kommen infrage: Die einzelnen Module von flexiblen Fertigungsstraßen lassen sich viel einfacher einsetzen und schneller austauschen, wenn sich der Anwender nicht um Stromkabel und -Anschlüsse kümmern muss.

Der vollständige Artikel mit dem Titel „Towards Self-Powered Cameras“ befindet sich hinter diesem Link (PDF).

(dl)