Rohstoffverknappungen und Preisanstiege gefährden Aufschwung

Die großen Rohstofflieferanten sind zurzeit nicht in der Lage, ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Verpackungsherstellern einzuhalten. (Bildquelle: Gordon Bussiek – Fotolia.com)

Neben dem Export großer Mengen von Kunststoffen in außereuropäische Regionen wie China, Afrika oder Mittel- und Südamerika liegt der wesentliche Grund für die Rohstoffverknappung in den Force-Majeure-Meldungen, also steigende Kosten verursacht durch höhere Gewalt. In den letzten Wochen meldeten Rohstoffproduzenten in ganz Europa Forces Majeures, bisher aber ohne Details zu liefern. Dadurch erschwert es, den Hintergrund dieser Meldungen zu überprüfen.

Die aktuelle Rohstoffverknappung und Preisexplosion bescheren den Kunststoffverpackungsherstellern Probleme. Da in dieser Branche der Rohstoffkostenanteil bis zu 70 Prozent beträgt, schlagen sich die Preise spürbar in den Margen der Hersteller nieder – falls sie höhere Verkaufspreise nicht durchsetzen können.

Das Vorliegen eines Force Majeures setzt höhere Gewalt voraus, also ein Ereignis, das von außen kommt und in keinem betrieblichen Zusammenhang steht. Also besonders schwere Unwetter oder Sabotage, aber auch Produktionsstörungen, die der Hersteller weder vorhersehen noch durch Vorsorge abwenden kann. Bloße Störfälle oder technische Probleme reichen hierfür nicht aus. Vielmehr liegen diese in der Risikosphäre des Rohstofflieferanten.

(dl)