Borealis meldet einen Nettogewinn von 571 Millionen EUR im Jahr 2014

Mark Garrett as Borealis Chief Executive (CEO) (Quelle: Borealis)

Die Nettoverschuldung ging im vierten Quartal um EUR 255 Millionen zurück, was hauptsächlich auf geringere Working Capital-Erfordernisse aufgrund des niedrigeren Preisniveaus im Polyolefinbereich und den Lagerabbau infolge der Fertigstellung des Turnarounds in Burghausen, Deutschland, zurückzuführen war. Im Jahr 2014 stieg die Nettoverschuldung um EUR 28 Millionen an. Mit einer Verschuldungsquote von 40 % ist Borealis jedoch finanziell weiterhin stark aufgestellt.

 

Ein eindeutiges Jahreshighlight für Borouge, Borealis’ Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, war die erfolgreiche Inbetriebnahme des Megaprojekts Borouge 3. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Crackers im Juni wurden bis zum Jahresende drei von fünf Polyolefinanlagen hochgefahren. Bei vollem Betrieb wird Borouge 3 eine zusätzliche Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen liefern und die Gesamtkapazität von Borouge auf 4,5 Millionen Tonnen ausbauen.

 

Im Jahr 2014 konnte Borealis seine langfristige Rohstoffflexibilität für seine petrochemische Anlage in Stenungsund, Schweden, erfolgreich verbessern. Im Februar unterzeichnete das Unternehmen einen neuen langfristigen Vertrag über Ethanlieferungen vom norwegischen Unternehmen Statoil für Borealis’ Steamcracker, dessen Rohstoffflexibilität eine der höchsten in Europa ist. Neben Ethan kann der Cracker auch Naphta, Propan und Butan nutzen. Stenungsund verfügt über umfassende Lagerkapazitäten für Flüssiggas (LPG), wodurch das Unternehmen LPG von mehreren Quellen beziehen kann, mit Schiffsgrößen, die bis zu sehr großen Flüssiggastankern reichen.

 

„Im Jahr 2014 haben wir daran gearbeitet, strategische Chancen zu nutzen, um eine robuste Präsenz in unserem traditionellen europäischen Basismarkt beizubehalten, während wir dem Unternehmen unterschiedliche Einnahmequellen verschafften und zugleich Borouge ausbauten“, fasst Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis, das Jahr zusammen. „Was die Zukunft betrifft, so werden wir im ersten Halbjahr 2015 mit negativen Lagereffekten aufgrund der rasch fallenden Monomerpreise konfrontiert sein, und die Ertragskraft von Borouge wird aufgrund des niedrigen Ölpreises sinken. Allerdings wird uns eine niedrigere Kostenbasis dabei helfen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller zu verbessern. Borealis erwartet im Jahr 2015 solide, aber niedrigere Erträge als 2014. Das Unternehmen wird aber die Früchte der im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsolidierung ernten und vom vollständig betriebsbereiten Borouge 3 profitieren. Darüber hinaus ist Borealis für die Zukunft gut aufgestellt – als Unternehmen, das sich dazu verpflichtet hat, in eine höhere Rohstoffflexibilität zu investieren, durch die Borealis auch langfristig wettbewerbsfähig, widerstandsfähig und stabil bleiben wird.”