Kontinuierliches 3D-Druckverfahren für die Serienfertigung

Der wesentliche Unterschied zu den üblichen Systemen mit Stereolithografie-Verfahren ist, dass bei diesem Ansatz eine drehbare Walze statt einer flachen Grundplatte als Substrat für die Bauteilfertigung dient. (Bildquelle: Fraunhofer Ifam/Thorsten Müller)

Der Prozess nutzt die kontinuierliche Photopolymerisation nach dem Digital-Light-Processing-Prinzip zur schichtweisen Herstellung von Bauteilen, wie bei der Stereolithografie. Der wesentliche Unterschied zu den üblichen Systemen ist, dass bei diesem Ansatz eine drehbare Walze statt einer flachen Grundplatte als Substrat für die Bauteilfertigung dient. Der untere Teil dieser Walze taucht dabei in ein Polymer-Bad ein und mehrere Lichtquellen durchleuchten den flüssigen Kunststoff in exakt definierter, zunehmender Entfernung zur Walze. Dies ist erforderlich, um das Polymer an verschiedenen Stellen in unterschiedlichen Stufen auf der Oberfläche der Walze mittels Licht selektiv auszuhärten. Bei der schrittweisen Drehung der Walze baut sich Schicht für Schicht ein dreidimensionales Bauteil auf dem eingetauchten Bereich des Zylinders auf. Die fertigen Bauteile lassen sich anschließend automatisiert von der Oberseite der Walze abtrennen. Damit ist die Substratfläche wieder frei und bereit für das nächste Bauteil – ohne dass der Anwender den Bauraum neu einrichten müsste.

(dl)