Bahn frei für Kunststofftechnik-Schulungszentrum

Am 16. Januar übergab der NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Zuwendungsbescheid für das Polymer Training Centre (PTC), einem Schulungs- und Trainingszentrum für Kunststofftechnik. Mit den Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen kann das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit dem Neubau beginnen. (Bildquelle: Kunststoff-Institut Lüdenscheid)

Geschäftsführer Stefan Schmidt, erläutert: „Nur durch die großzügige Förderung des Landes und durch die hervorragende Unterstützung seitens des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums während der Antragsphase ist diese Idee nun Wirklichkeit geworden.“ Projektleiter Torsten Urban ergänzt: „In Lüdenscheid soll unter diesem Titel ein neues und einzigartiges Schulungsangebot speziell für die Kunststofftechnik aufgebaut werden und das umfassende Qualifizierungsangebot des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid sinnvoll ergänzen. In Zusammenarbeit mit den Bildungsträgern wie Kammern, Berufskollegs und Hochschulen werden wir ganz neue Wege in der Wissensvermittlung beschreiten.“

Als Zielgruppenorientierungen sind Erstausbildungen in Kooperation mit den Schulen, den IHKs, den Berufskollegs und Fachhochschulen sowie Weiterbildungen geplant – mit der Industrie, mit den IHKs oder weiteren Ausbildungsstätten. Die angebotenen Maßnahmenverteilungen umfassen zu ca. 70 Prozent die Erstausbildung und zu 30 Prozent Aus- und Weiterbildungen. Die Schwerpunkte der Erstausbildung sollen insbesondere in den Bereichen liegen, die andere Ausbildungsstätten oder Unternehmen selbst nicht anbieten können, da es sich dort um reine Fertigungsmaschinen handelt, auf denen keine Ausbildung betrieben werden kann.

Für die Erstausbildung plant das Institut folgende Schwerpunkte:

  • Produktionsschulungen mit aktueller Maschinen- und Peripherietechnik
  • Schulungen an Automatisierungsanlagen
  • Oberflächen- und Beschichtungsverfahren
  • Material- und Oberflächenprüftechnik
  • CAE-Konstruktion und Simulation
  • Einführung neuer Sondertechnologien der Kunststofftechnik

Für die betriebliche Weiterbildung mit einer facharbeiternahen Ausbildung hingegen sind folgende Schwerpunkte geplant:

  • Hauptschüler ohne Abschluss, die jedoch praktisch gut veranlagt sind und ein gutes technisches Verständnis haben
  • Unternehmen, die eine größere Anzahl von Mitarbeitern punktuell freisetzen, um den Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen zu können
  • Prüfung der Einbindung in Sozialpläne möglich, zum Beispiel durch Transfergesellschaften

Und bei den Bachelor-nahen Ausbildungen kommen diese in Betracht:

  • Personen, die keinen Bachelor-Abschluss machen (können), da zum Beispiel die Zugangsberechtigung zum Studium nicht vorhanden ist
  • Studienabbrecher, denen bei ihrer Exmatrikulation bereits ein Hinweis auf die ingenieurnahe Weiterbildungsmöglichkeit gegeben wird
  • Unternehmen, die eine größere Anzahl von Mitarbeitern punktuell freisetzen, um den Mitarbeitern Perspektiven aufzeigen zu können

Von den Gesamtprojektkosten (Bau- und Einrichtung) in Höhe von rund  5,2 Millionen Euro übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen rund 2,8 Millionen Euro in Form der Zuwendung.

(dl)