Im Fokus der Internationalisierungsstrategie steht zunächst Großbritannien, neben Deutschland einer der wichtigsten Märkte im Bereich generative Fertigung. Zur Unterstützung der Aussteller und Besucherwerbung eröffnete die Messe Erfurt ihre erste Auslandsvertretung. Partner ist das renommierte Messeberatungsunternehmens „Lincoln West“, das unter anderem für die Messe Stuttgart tätig ist.

Erfurts Messechef Wieland Kniffka avisierte gleichzeitig ein umfangreiches Engagement in der Schweiz. So wird die Messe Erfurt im September 2015 über ihre Messeplattform „Rapid.Area“ das Thema generative Technologien in die wichtigste Medizintechnikmesse der Schweiz „Swiss Medtech Expo“ einbringen. Die Messe Luzern wird im Gegenzug auf der Rapid-Tech in Erfurt unter dem Patronat „swiss3Dprinting“ – eines Vereins zur Förderung von additiven Produktionstechnologien – einen Gemeinschaftsstand organisieren.

Die Rapid.Tech präsentiert sich am 10. und 11. Juni 2015 in Erfurt mit optimierter Kongressstruktur: Neue Themenfelder, visionäre Aus- und Einblicke sowie mehr Information sollen die Attraktivität der Kongressmesse für Teilnehmer und Aussteller erhöhen. Zum ersten Mal wird es eine rein wissenschaftliche Sektion geben. Im Mittelpunkt dieser zweitägigen Tagung stehen Vorträge zu Themen wie Werkstoffe und Qualitätssicherung. Premiere hat ebenso das Vordenker-Forum „Vision 3D“. Es gibt nicht nur Raum für Zukunftskonzepte und übergreifende Debatten, sondern präsentiert auch zukunftsträchtige Anwendungen und visionäre Ansätze von Additive Manufacturing an praktischen Beispielen. Ein weiteres Novum ist das Fachforum „Werkzeuge“. Es widmet sich den Anwendungen generativer Fertigungsverfahren bei der Herstellung von Schnitt- und Prägewerkzeugen sowie von Spritzgusswerkzeugen und Druckgussformen. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Verfahren bei der Fertigung von Formen und Werkzeugteilen beleuchtet.

Die etablierten Fachforen „Medizintechnik“ und „Luftfahrt“ ermöglichen in diesen ausgewählten AM-Leitbranchen den intensiven fachlichen Austausch. Die Anwendertagung „Neue Technologien“, die bereits seit elf Jahren das Forum ist, um den Stand der Entwicklungstendenzen des Additiv Manufacturing zu diskutieren, findet sich ebenfalls wieder auf der Agenda. Ebenso der „Konstrukteurstag“ – die Veranstaltung, die Konstrukteuren die Möglichkeit bietet, sich grundsätzlich über die Schichttechnologien sowie die damit verbundenen konstruktiven Freiheiten und das Detailwissen zu verfahrensspezifischen Eigenschaften und Grenzen zu informieren.

Ergänzend wird bei der Rapid.Tech 2015 das Forum der Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung durchgeführt. Es bildet den wissenschaftlich-praxisnahen Aspekt ab und informiert über Innovationen im Entwicklungsstadium.