Kohlendioxid als nachhaltige Polymerquelle

CO2 aus verschiedenen Quellen könnte zukünftig als Grundstoff für Polymere dienen. (Bildquelle: Fotolia / Fovito)

Im Gesamtkontext der CCU (Carbon Capture and Utilization) liegt der Fokus auf Energie aus Kohlendioxid. Doch auch aktuelle Rahmenbedingungen zur Förderung CO2-basierten Produkten, die Gewinnung und Aufreinigung des Ausgangsmaterials und der notwendigen Energieträger, in der Regel Wasserstoff, sowie die Verwendung von Kohlendioxid in der Chemie- und Kunststoffindustrie sind bedeutende Themengebiete der Konferenz. Einen Überblick zu den internationalen Aktivitäten gibt Prof. Dr. Peter Styring von der CO2Chem Initiative (UK). Andreas Pilzecker, Europäische Kommission, betrachtet politische Rahmenbedingungen zur CCU im europäischen Kontext. Dr. Lothar Mennicken vom Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt aktuelle R&D Förderprogramme in Deutschland vor. Michael Carus, Nova-Institut, berichtet über Strategien zur Implementierung der industriellen Nutzung von Kohlendioxid und Guy Lomax von Virgin Earth Challenge (UK) gibt Ausblicke, welche Rolle die CO2-Nutzung in einer von Nachhaltigkeit geprägten Zukunft spielen könnte. Roger Lee, Tecnon Orbichem, schließt die Runde mit einem Überblick zur weiteren Entwicklung von CO2-basierten Chemikalien.

Zusätzlich zu CO2-basierten Kraftstoffen werden die Produktionsprozesse der  Chemikalien und Polymere aus Kohlendioxid im Mittelpunkt stehen. Beiträge hierzu thematisieren die natürliche und künstliche Photosynthese, Chemikalien und Grundbausteine sowie Polymere und Materialien auf Basis von Kohlendioxid. Weltmarktführer Novomer (USA) und die deutsche Bayer Materialscience zeigen ihre neuesten Anwendungsbereiche, während Econic Technologies (UK)), Liquid Light Corporation (USA) und Avantium (NL) die weiteren Produktionsprozesse für CO2-basierte Chemikalien darstellen werden. Katy Armstrong vom UK Centre for Carbon Dioxide Utilization berichtet über das EU-Forschungsprojekt Scot und Prof. Dr. Guido Saracco vom Polytechnikum Turin aus Italien rundet das Thema mit einer Präsentation seiner Forschungsarbeiten zur künstlichen Photosynthese in der Kraftstoffproduktion ab.

Die Konferenz in Essen wird eine der größten Veranstaltungen zum Thema CCU im Jahr 2014 sein. Bis zu 200 Teilnehmer aus Industrie und Forschung werden erwartet.

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(ck)