Produktionseffizienz für die Verpackungsbranche

Die Verpackungs-Konferenz am 5. und 6. November bot Fachvorträge ebenso wie spezielle Praxisanwendungen zum Thema. (Bildquelle: Arburg)

In der Verpackungsbranche sind Maschinenverfügbarkeit, Zykluszeit sowie Service und Ersatzteilversorgung besonders wichtig, so Helmut Heinson, Geschäftsführer Vertrieb. Der Fokus der Veranstaltung lag daher auf dem Thema Produktionseffizienz, das entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet wurde. Der Maschinenhersteller präsentierte live vier Spritzgießlösungen zur wirtschaftlichen Fertigung von Dünnwandbehältern, Verschlüssen und anderen Verpackungsartikeln. In Fachvorträgen informierten interne und externe Referenten zu Markttrends und technischen Lösungen. Darüber hinaus wurde den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, mit Experten zu diskutieren sowie einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Andreas Reich, Senior Sales Manager Packaging bei Arburg. „Wir haben praxisnah gezeigt, wie wir unsere modulare Spritzgießtechnik in den vergangenen Jahren an die spezifischen Anforderungen der Verpackungsbranche angepasst haben.“ Kevin Chew, Technical Manager der Firma Apex Plastech, Thailand, beispielsweise erläutert in seinem Votrag, wie es sein Unternehmen schaffte, mit Unterstützung von Arburg in die Verpackungsbranche zu wechseln und in diesem Bereich zu einem der führenden Hersteller Thailands zu werden.

Unterschiedliche Verpackungsanwendungen
Als Beispiel für die Getränkeindustrie konnten die Besucher eine Anlage sehen, die rund um einen hybriden Allrounder 720 H in Packaging-Ausführung (P) aufgebaut war. Mit einem 72-fach-Werkzeug von Z-moulds wurden in einer Zykluszeit von nur rund 3,5 s sogenannte PCO-1881-Verschlüsse für Carbonated Softdrinks (CSD) gefertigt. Nachgeordnet waren eine Verschlusskühlung von Eisbär Trockentechnik und eine optische Qualitätskontrolle der Firma Intravis zu sehen.

Ein hybrider Allrounder 720 H, ebenfalls in Packaging-Ausführung (P), produzierte mit einem Werkzeug von Roth Werkzeugbau in einer Zykluszeit von 4,5 s je vier 200 ml fassende dünnwandige Barrierebehälter, die sich dank sogenannter „Full Cover Labels“ auch für sauerstoff- oder lichtsensitive Füllgüter eignen.

Die speziellen Labels erforderten eine besondere Einlegetechnik, die im IML-System von Waldorf umgesetzt wurde.

Eine Schnellläufer-Anwendung zeigte das Potenzial der Baureihe Alldrive: Ein elektrischer Allrounder 820 A mit 4.000 kN Schließkraft und elektrischer Spritzeinheit 2100 fertigte mit einem 24+24-fach-Werkzeug von Fratelli Bianchi in einer Zykluszeit von rund 5,5 s je 24 versandfertige Bestecksets.  Das entsprach einem Ausstoß von rund 31.500 Teilen pro Stunde. Für die Entnahme und Verpackung in eine PP-Folie sorgte eine Automation von Campetella Robotic.

Die vierte Anwendung im Kundencenter veranschaulichte die Fertigung von Dünnwandbechern. Dazu kam ein hybrider Allrounder 570 H (P) und ein Werkzeug von Kebo zum Einsatz, bei dem sich die Zahl der Kavitäten variieren lässt. Das gezeigte, besonders flexible Werkzeug nutzt der Maschinenhersteller auch für interne Prozessabnahmen sowie die Weiterentwicklung der eigenen Maschinentechnik.

(ck)