Neue adaptive Prozessführung  forciert Null-Fehler-Produktion

Nach einem Materialwechsel können bei Spritzgießmaschinen ohne APC deutliche Schwankungen in der Bauteilqualität auftreten. (Bildquelle: Krauss Maffei)

Bei APC dient die Bauteilqualität als ausschlaggebende Regelgröße. Da die Funktion in jedem Zyklus korrigierend eingreift, eröffnen sich neue Möglichkeiten für ein robustes und effizienteres Spritzgießen. Sie passt den Umschaltpunkt und das Nachdruckprofil in jedem Zyklus an die aktuelle Schmelzeviskosität und den aktuellen Fließwiderstand im Werkzeug an. Abweichungen können auf diese Weise noch im selben Schuss ausgeglichen werden.

Dies führt dazu, dass deutlich geringere Schwankungen des Formteilgewichts auftreten. Schwankungen im Fertigungsprozess, die durch äußere Einflüsse wie wechselnde Temperaturen, Klimabedingungen oder Chargen ausgelöst werden, können so sicher ausgeglichen werden.

Die Funktionsweise ist im übertragenen Sinn mit einer Geschwindigkeitsregelanlage für Kraftfahrzeuge vergleichbar. Diese Systeme regeln die Kraftstoffzufuhr an den Motor automatisch so, dass das Fahrzeug eine vom Fahrer vorgegebene Geschwindigkeit auch bei wechselnden Fahrbahn- oder Windverhältnissen weder unter- noch überschreitet. Analog dazu ist APC in der Lage, das vom Einrichter vorgegebene Schussgewicht in der laufenden Produktion auch dann konstant zu halten, wenn sich beispielsweise die Materialviskosität durch äußere Einflüsse verändert.

Der Tempomat ersetzt allerdings nicht den Fahrer – genauso wenig kann APC den Maschineneinrichter ersetzen. Erst wenn der Einrichter die Parameter für ein qualitativ hochwertiges Formteil eingestellt hat, wird durch Aktivieren der Funktion der Prozess stabilisiert und der Bediener im Folgenden entlastet.