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Haupttreiber des Umsatzwachstums war das Geschäft mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen sowie Entwicklungsleistungen und Werkzeugen, die typischerweise der Serienproduktion von medizinischen Kunststoffsystemen wie etwa Insulin-Pens, Asthma-Inhalatoren vorausgehen. Im Geschäft mit vorfüllbaren Spritzensystemen gab es einen leichten Umsatzanstieg, ebenso wie beim Laborglas. Einen Umsatzrückgang musste der Bereich der Primärverpackungen aus Glas verzeichnen. Dies ist vorrangig auf Bestandsreduzierungen einiger US-amerikanischer Pharmakunden zurückzuführen. Außerdem wurde im dritten Quartal in den USA weniger Pharmaglas ausgeliefert, da einige Pharmaunternehmen wegen regula-torischer Auflagen Produktionsstillstände hinnehmen mussten.

Der Konzern hat im dritten Quartal 2014 das operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) leicht von EUR 61,6 Mio. im Vorjahresquartal auf EUR 62,1 Mio. verbessert. Die bereinigte operative Marge (Adjusted EBITDA-Marge) betrug im dritten Quartal 19,2 Prozent und lag damit leicht unter der Marge der Vergleichsperiode von 19,4 Prozent. Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte zum Ende des dritten Quartals EUR 19,8 Mio. und lag damit leicht über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals von EUR 19,5 Mio.

Gerresheimer hat im dritten Quartal 2014 Investitionen in Höhe von EUR 22,4 Mio. getätigt. Investitionsschwerpunkte sind weiterhin der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten für medizinische Kunststoffsysteme wie Insulin-Pens und Inhalatoren im tschechischen Horsovsky Tyn und im amerikanischen Peachtree City.

Trotz einem für die Pharmakunden schwierigeren Marktumfeld in den USA und trotz möglicher weiterer Einschränkungen bei der Umsatzentwicklung der Kunden mit dem Absatzmarktziel Osteuropa geht das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 von einem Umsatzwachstum in Höhe von rund 4 Prozent zu konstanten Wechselkursen aus.

 

(ega)