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Extrudieren Nordson, Chippewa Fall, USA, hat konstruktive Lösungen an Extrusionsbeschichtungsdüsen und internen Decklingsystemen entwickelt, mit denen Substratveredler die Neigung von Polymeren mit niedriger Schmelzesteifigkeit zur Randwulstbildung verringern und gleichzeitig eine gleichbleibende Beschichtungsstärke erzielen; zwei Ziele, die sich bei diesen Harzen meist gegenseitig ausschließen. Während Standard-Decklingsysteme mit einer Kantenprofilkontrolle die Neigung zur Randwulstbildung von LDPE-Harzen mit hoher Schmelzesteifigkeit wirksam reduzieren, sind herkömmliche Systeme bei linearen Polymeren und bei kostenintensiveren Copolymeren weniger wirksam.

Die größeren Randwülste, die sich bei diesen Materialien bilden, zu trimmen, ist unwirtschaftlich, da die Kombination aus Substrat und Polymerbeschichtung nicht wieder dem Prozess zugeführt werden kann. Die zur Lösung des beschriebenen Problems entscheidenden Komponenten sind: Düsen mit einem Lipland, die erheblich kürzer sind als der Branchenstandard, ein Sortiment eingebauter Deckling-Einsätze mit passenden Größen für unterschiedliche Polymere und ein Decklingdraht mit dem kleinstem Durchmesser branchenweit. Das Lipland ist der letzte Teil des zum Düsenausgang führenden Schmelzekanals.

Bei Standarddüsen spielt eine längere Bügelzone eine wichtige Rolle, da diese für eine gleichmäßige Beschichtungsstärke sorgt. Längere Bügelzonen verursachen aber auch eine seitliche Bewegung der Schmelze in diesem Bereich, was zur Randwulstbildung führt. Studien haben gezeigt, dass das Stärkeprofil der Beschichtung beim Einsatz eines kürzeren Liplands wirksam reduziert wird. Substratveredler erzielen unter dem Einsatz dieser Komponenten somit eine deutliche Verbesserung. Das Sortiment an austauschbaren Deckling-Einsätzen mit unterschiedlichen Radien kann das Unternehmen nach Anwendervorgaben liefern.

Fakuma 2014 Halle A6 / 6404