Bild

Prüfverfahren Für die Fertigung von CFK-Bauteilen haben Wissenschaftler des Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Bremen, einen automatisierten Aerosol-Benetzungstest im Industriemaßstab entwickelt. Mit dem Verfahren Bondinspect kann der Anwender die Oberflächen von Großbauteilen während des Produktionsprozesses unter anderem auf Trennmittel-Rückstände prüfen. Ein Ultraschallzerstäuber erzeugt ein definiertes Wasseraerosol, das auf der zu prüfenden Oberfläche ein charakteristisches Tropfenmuster bildet.

Ein Kamerasystem erfasst diese Tropfen und stellt sie auf einem Bildschirm dar. Die Auswertung der Tropfengrößenverteilung ermöglicht Aussagen zur Benetzungsfähigkeit von Oberflächen.

Durch die Definition von Sollwerten lässt sich beispielsweise der Reinigungs- und Aktivierungseffekt einer Oberflächenvorbehandlung automatisiert überwachen. Vorteil der Aerosol-Prüfung ist, dass auch große Flächen – etwa Faserverbundkunststoffbauteile für die Flugzeug- oder Windkraftanlagenindustrie – überprüft werden können. Das Wasseraerosol trocknet innerhalb kurzer Zeit rückstandsfrei – die geprüften Oberflächen lassen sich schnell weiterverarbeiten.