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Spritzgießen Eine anspruchsvolle Spritzgießaufgabe sieht oftmals nicht sehr spektakulär aus. Die Technik, die allerdings zur Umsetzung der LSR-Lupe aus Lumisil notwendig ist und für die Rico, Thalheim, Österreich, maßgeblich verantwortlich zeichnet, gerät schon recht aufwändig. Die für die Medizintechnik erforderliche einwandfreie Produktqualität ist nur mit einer Fertigung unter kontrollierten partikel- und keimfreien Bedingungen erreichbar.

Mit den Ausbaumöglichkeiten der modularen Allrounder-Spritzgießmaschinen von Arburg, Loßburg, lassen sich Kontaminationsquellen gezielt ausschließen. Durch die gekapselte Schließeinheit mit verfahrbarem Reinluftmodul und Ionisierung, die erhöhten Maschinenfüße sowie die lichtgraue Pulverbeschichtung lassen sich optimale Reinigungsbedingungen mit der Allrounder A erreichen. Der neue Flüssigsilikonkautschuk Lumisil LR 7600 von Wacker, München, der hier zur Lupenherstellung eingesetzt wurde, vulkanisiert zu hochtransparenten Elastomeren.

Die Vulkanisate sind glasklar und verkraften problemlos hohe Hitzebelastungen. Das macht sie perfekt einsetzbar eben zur Herstellung von Linsen oder anderen optischen Elementen in der Lichttechnik. Diese Silikonprodukte lassen sich auch im Spritzguss kostengünstig in Großserien verarbeiten. Bei dieser Applikation kommt allerdings nicht nur das Werkzeug, sondern auch die speziell abgestimmte Kaltkanaltechnik von Rico zum Einsatz. Kaltkanalsysteme spielen ihre Vorteile generell beim automatisierten Spritzgießen sowie durch das Erreichen von Materialeinsparungen, verringerten Zykluszeiten sowie einer abfallfreien Produktion aus. Die offene Kaltkanaltechnik ist ein seit langem eingesetztes Verfahren zur Silikonverarbeitung. Hier finden überwiegend offene Düsensysteme Verwendung.

Fakuma 2014 Halle A5 / 5004