Bild

Fördern Neue Herbold, Sinsheim-Reihen, bietet ein umfassendes Maschinen- und Anlagenprogramm im Bereich Zerkleinerung und Aufbereitung von Kunststoffabfällen aus Produktion und Sammlung. Um die Durchsatzleistung der bestehenden Schneidmühlenbaureihen im Bereich der Aufbereitung loser nicht verpresster Abfälle zu steigern, wurde nun durch Entwicklung einer Zwangszuführung mittels Förderschnecke/n die gezielte Materialbeschickung von Schneidmühlen technisch optimiert. Nach Aufgabe des Materials in den Einlauf-trichter mittels Förderband folgt die Zuführung in den Mahlraum nicht mehr ausschließlich gemäß dem Schwerkraftprinzip.

Vielmehr wird das Material durch eine oder mehrere vertikal angeordnete Schneckenwellen in die Mahlkammer transportiert. Je nach Mühlengröße, welche durch den jeweiligen Leistungsbedarf ermittelt wird, variiert die Anzahl der Schnecken, die Rotationsgeschwindigkeit der Wellen oder deren Antriebsleistung. Eine lastabhängige Steuerung sowie per Frequenzumformer gesteuerte Förderschnecken verhindern ein Blockieren des Rotors infolge Materialstaus und ermöglichen gleichzeitig eine dem Material optimal entsprechende Durchsatzleistung. Durch die verschleißgeschützte Ausführung der Förderschneckenwellen wird zudem der Abrieb reduziert und somit die Nutzungsdauer optimiert.

Die Eigenschaften dieser Beschickungsmethode eröffnen Anwendern vielversprechende Vorteile wie erhöhte Maschineneffizienz und Durchsatzleistung, gesteigerte Materialzufuhr und die Verminderung von Schall- und Stromspitzen. Prädestiniert für PET-Flaschen, stellen auch Kunststoffflaschen jeglicher Art, Kanisterware, leichte Verpa-ckungsmaterialien aus der Nahrungsmittelindustrie sowie sämtliche dünnwandigen Hohlkör-per Beispiele potenzieller Eintragsmaterialien dar. Die im Einlauftrichter montierten Schne-ckenwellen bewirken eine kontinuierliche Materialzuführung des Rotors und verhindern gleichzeitig ein „Ausweichen“ des Materials. Hieraus resultieren Leistungssteigerungen um bis zu 30 Prozent.

Fakuma 2014 Halle A6 / 6201