Um Kunststoff- und Leichtbaukomponenten wirtschaftlich zu produzieren, kommt es auf schnelle, ressourcenschonende und günstige Prozesse an. Der Kunststofftechnik-Hersteller Hess, Burbach-Wahlbach, trat daher mit einer Anfrage für eine Sitzrücken-Verkleidung an den Systemlösungs-Hersteller Frimo heran. An das hinterspritzte Bauteil bringt die Anlage den Umbug an und stanzt im Anschluss die Fügelöcher für das Gepäcknetz ein. Statt die Prozess- und Arbeitsschritte, wie Kleberauftrag, Umbugen und nachfolgendes Stanzen einzeln auszuführen, präsentierte der System- und Anlagentechniker dem Kunden ein Konzept für eine Kombination von Stanzen und kleberlosem Umbugen. Letzteren fügt die Maschine durch Wiederaufschmelzen des Trägers aus Polypropylen mittels Heißluft an.

Platz sparen und schneller arbeiten

Mit diesem Verfahren führt der Anwender die ursprünglich getrennten Arbeitsschritte des Stanzens und Umbugens in einem Schritt aus. Dadurch verläuft der Prozess wirtschaftlicher und schneller. Das Auslegen als kompakte Inline-Anlage spart Platz und zudem erreicht der Betreiber durch den hohen Automatisierungsgrad einen optimierten Materialfluss und damit kürzere Taktzeiten.

Der Einsatz des kombinierten Stanz-Umbugverfahrens ist für alle hinterspritzten oder presskaschierten Bauteile möglich. Darüber hinaus bietet sich das Verfahren für eine Reihe weiterer Applikationen im Fahrzeuginterieur an, wie Tür-, Seiten- oder Säulenverkleidungen.

 

„Durch die gemeinsam mit Frimo erarbeitete Lösung und
Integration der Verfahrensschritte in einen einzigen Prozess sind wir unterm Strich deutlich effektiver geworden, also schneller und gleichzeitig kostengünstiger.“

Stefan Ginsberg, Geschäftsführer bei Hess Kunststofftechnik

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Über den Autor

Thorsten Koch ist Leiter Technischer Vertrieb Sontra bei Frimo in Sontra.