Produktionswert schießt nach oben

Die Frage kann fast uneingeschränkt mit ja beantwortet werden. Der Wert der Produktion von Kunststoffwaren (Betriebe ab 20 Beschäftigte) schnellte im ersten Quartal 2014 um 8,5 Prozent nach oben. Das ist sensationell. Zwar war der Produktionswert im Vergleichszeitraum rezessions- und witterungsbedingt um 3,4 Prozent gefallen, unter Berücksichtigung der niedrigeren Ausgangsbasis bleibt ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Höchstwert aus dem ersten Quartal 2012. Man kann sagen: Ein Aufschwung auf breiter Front hat das Jahr eingeläutet.

 

Auch real ein dickes Plus

beinahe ein neuer absoluter Rekord erzielt, lediglich im zweiten Quartal 2013 lag der Produktionswert geringfügig höher. Da das erste aber traditionell zu den schwächeren Quartalen im Jahresverlauf gehört, ist zu erwarten, dass das Beste noch vor uns liegt. Auf jeden Fall wurde aber schon mal eine Rekordproduktion für ein erstes Quartal erreicht. Weil die Erzeugerpreise für Kunststofwaren nur minimal gestiegen sind, fällt die reale Produktionsteigerung kaum geringer aus als die Zunahme des Produktionswertes.

 

Rekordwerte in allen Teilsegmenten

Das erste Quartal brachte Rekordwerte in allen Teilsegmenten. Im Vorjahresquartal war die Produktion – abgesehen von den Dienstleistungen – überall unter das Niveau des ersten Quartals 2012 gerutscht, welches bisher das Maß aller Dinge darstellte. Dieser Einbruch konnte nicht nur wettgemacht werden, sondern es wurde überall ein kräftiges Plus erzielt. Die Technischen Teile und Konsumwaren überschritten erstmals überhaupt in einem Quartal die Marke von fünf Mrd. EUR. Bisher lag der Spitzenwert bei 4,7 Mrd. EUR (erzielt im zweiten Quartal 2011).

 

Zwei Produktsegmete zweistellig

Bei der Betrachtung des Produktionswachstums stechen drei Produktbereiche besonders hervor: Einmal der Baubedarf, welcher zweistellig wächst, und zwar nominal wie real. Zum zweiten die Dienstleistungen, die mit 14,1 Prozent am stärksten zugelegt haben, mit vier Prozent Anteil aber nur eine geringe Bedeutung haben, und für die wir keine Preisdaten vorliegen haben. Schließlich die Verpackungsmittel, die mit „nur“ 4,6 Prozent Plus beim Produktionswert und 3,9 Prozent bei der realen Produktion völlig aus dem Rahmen fallen.

 

Baubedarf vor neuem Rekordjahr

Die Hersteller von Baubedarfsartikeln erlebten beim Jahresstart 2013 ein Fiasko, bedingt durch den harten Winter, konnten seither aber neue Höhen erklimmen. Der Aufschwung setzte sich im ersten Quartal 2014 fort. Dabei wurde nicht nur der Einbruch des Vorjahres-quartals wettgemacht, sondern auch netto das höchste reale und nominale Plus seit dem ersten Quartal 2011 erzielt. Der Produktionswert kletterte im ersten Quartal über 1,3 Mrd. EUR. Im Gesamtjahr 2013 wurden erstmals sechs Mrd. EUR erreicht, dieses Jahr könnten es 6,5 Mrd. werden.n

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Über den Autor

Winfried Pfenning ist freier Mitarbeiter des Plastverarbeiter.