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Dr. Werner Wittmann, Geschäftsführer von Wittmann Battenfeld, eröffnet die Veranstaltung, indem er den Geschäftsverlauf kurz skizziert sowie die aktuellen und zukünftigen Projekte des Unternehmens vorstellt. Der Umsatz im Jahr 2013 betrug demnach 275 Millionen Euro. Davon erzielte der Hersteller 57 Prozent in Europa. 28 Prozent des Umsatzes kamen aus Nord- und Südamerika, 14 Prozent aus Asien. Für das Jahr 2014 strebt das Unternehmen einen Umsatz von 300 Millionen Euro an, was einem Wachstum von gut 9 Prozent entspricht. Begleitet wird die Geschäftsentwicklung von diversen Werkserweiterungen. Etwa in Kottingbrunn, dem Hauptsitz der Wittmann-Battenfeld-Gruppe, oder dem Werk in Ungarn, wo die Montage­halle um 6.000 m2 wächst.

Die Vortragsreihe beginnt Michael Tolz, Technischer Leiter Deutschland und Niederlassungsleiter Nürnberg. Er führt die „Quick-New-Funktion“ der R8.3-Robotersteuerungen vor, die es ermöglicht, einen Linearroboter ohne Programmierkenntnisse einzulernen. „Es geht uns dabei darum, die 80 bis 90 Prozent der normalen Anwendungsfälle zu vereinfachen“, erläutert Tolz den Sinn der Software. Das Programm führt den Anwender Schritt für Schritt durch den Konfigurations­prozess und fragt nur die jeweils relevanten Parameter ab. Eine Grafik oder Animation gibt zusätzliche Hinweise, welche Funktionen zur Auswahl stehen und was diese Bewirken. Geht alles gut, hat der Anwender seinen Roboter programmiert, ohne eine einzige Code-Zeile zu schreiben.

Pro-Serie bekommt Verfügbarkeitsdatum

Darüber hinaus zeigt das Unternehmen mehrere Neuheiten. Dazu gehört der Servopicker „Robot WS80″ mit einer Traglast von 0,5 kg. Er eignet sich für Spritzgießmaschinen bis 150 t. Highlight sind aber die Linearroboter der W8xx-pro-Serie. Gegenüber der W8xx-Serie ohne „pro“ führt sie beispielsweise weniger Kabel in den Energie­ketten mit, was die zu bewegende Masse verringert. Das erreicht der Hersteller durch neu angeordnete Steu-erungskomponenten. Auch die Energieketten selbst wurden überarbeitet, wodurch sie ruhiger laufen. Zudem hat das Unternehmen die Steifigkeit der Y-Achse erhöht. Dazu kommen ins Gehäuse integrierte farbige LEDs, die den Roboterstatus anzeigen. Für die Modelle W832, W833 und W843 – jeweils mit dem Zusatz „pro“ zu denken – ist zudem eine Vakuum-Sparschaltung erhältlich. Der Hersteller rechnet vor, dass sich damit in Verbindung mit einer effizienteren Venturi-Düse rund 78 Prozent der Druckluft einsparen lässt. Auf der K 2013 stellte Wittmann die W8xx-pro-Serie vor.

Jetzt verrät der Hersteller konkrete Daten, wann die jeweiligen Modelle verfügbar sind. Los geht es demnach mit dem W833 pro, der seit Mai verfügbar ist. Darauf folgt der W832 pro Anfang Juli. Nach den Sommerferien kommt im September der W843 pro auf den Markt. Und pünktlich zur Fakuma ist der W842 pro ab Anfang Oktober erhältlich. Alle Modelle gibt es zu den jeweiligen Terminen auch in einer High-Speed-Variante (HS).

David Löh

Über den Autor

David Löh

ist Redakteur des Plastverarbeiter.
david.loeh@huethig.de