Bild

Die [wfb] versteht sich als Ausstellung mit regionalem Charakter, bei welcher die Aussteller neue Kontakte in der Region suchen und in Ruhe Gespräche führen wollen. Dieses Konzept wird sowohl von Ausstellern als auch von Besuchern bestätigt: Es gibt Zeit für Gespräche, man kann ungestört auch tiefere technische Details erörtern. Im Forum „Praxisnah“ gab es ein umfangreiches Vortragsprogramm mit 17 Fachvorträgen rund um den Werkzeug- und Formenbau. So ging es unter anderem um konturnahe Temperierung, automatisiertes Laserauftragsschweißen, Automatisierung im Werkzeugbau oder Designrechte im Formenbau. Manfred Faßnacht, Leiter Verkaufsregion Süd bei Meusburger zeigte sich mit der Besucherresonanz zufrieden. „Ich halte es für eine aufstrebende Messe im süddeutschen Raum.“ Olaf Schmidt, Geschäftsführer Werkzeugbauinstitut-Südwestfalen: „Eine sehr kompetente, kleine, feine Messe.“

Neben den Werkzeug- und Formenbauer fanden auch die 3D-Drucker den Weg nach Augsburg. 3D-Drucker revolutionieren auch den Werkzeug- und Formenbau. Sie stellen Formen für komplexe Teile schneller, günstiger und präziser her. Die Exone, Augsburg, ist ein solcher Spezialist für die additive Fertigung im Sanddruck-Verfahren. Das Unternehmen ging aus dem 1999 gegründeten Start-Up Generis GmbH hervor, das den weltweit ersten 3D-Drucker für Sandformen entwickelte.

Was aber gerade für kleine Werkzeug- und Formenbauer interessant ist, ist das Thema Auftragsfertigung (Production-Service-Center) und Gesamtlösungen für das 3D-Drucken. Ebenso wichtig sind die Themen CA-Technologien, ohne die ein Werkzeug nicht aufgebaut werden kann. Der CAM/CAD Hersteller Open Mind, Weßling, zeigte auf der Fachmesse für Werkzeug und Formenbau, erste Einblicke in das Release 2014.1 der CAM-Suite Hypermill.

Diskussionsstoff um neuen Termin

Ursprünglich war geplant, die nächste [wfb] in Augsburg im Mai 2015 zeitgleich zur neuen Moulding Expo in Stuttgart stattfinden zu lassen. Das hat für Diskussionsstoff auf der Messe gesorgt. Dazu Petra Ziegler, Projektleiterin vom Carl Hanser Verlag, München: „Wir haben uns intensiv über das Thema ausgetauscht. Auch Vertreter der Messe Stuttgart waren hier, um sich ein Bild von der Messe zu machen und sich mit uns auszutauschen. Letztendlich haben beide Veranstalter den Auftrag der Aussteller erhalten, nach einer Lösung zu suchen. Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Konzept, dass der neuen Messelandschaft gerecht wird.“ Spätestens im Juni wird der Termin bekannt gegeben.

Autor

Über den Autor

Harald Wollstadt Mustermann ist Chefredakteur Plastverarbeiter harald.wollstadt@huethig.de