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Weltweit werden jedes Jahr ein Drittel aller Nahrungsmittel weggeworfen oder gehen verloren, während gleichzeitig rund 842 Millionen Menschen an Hunger leiden. Mit Blick auf das Ziel, bis zum Jahr 2050 etwa 9,6 Milliarden Menschen ernähren zu können, ist das Verringern von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung ein wichtiger Schritt.

Dicht an dicht stehen in den Supermarktregalen Verpackungen mit Müsli, Reis, Nudeln und Backmischungen. In den Tiefkühltruhen locken Pizzen, Gemüse und Fischfilets – gut verpackt in farbenfrohen Kunststoffbehältnissen. Für die Lebensmittelbranche sind robuste Verpackungen unverzichtbar, denn sie sind leicht, lassen sich raumsparend stapeln und damit auch kostengünstig transportieren. Gleichzeitig schützen sie die Produkte vor Feuchtigkeit, Schmutz und Beschädigungen. Hierbei spielen Kunststoffe beziehungsweise Kunststoffverpackungen eine wichtige Rolle, denn sie können helfen, das komplexe Problem des Lebensmittelverlustes durch Permeation zu verhindern.

Als Voraussetzung muss zum Beispiel eine Verpackungsfolie Lebensmittel verträglich sein und über bestimmte Barriereeigenschaften verfügen, die aus dem jeweiligen Lebensmittel und dessen Verwendungszweck abzuleiten sind.

Allgemein versteht man unter Barriereeigenschaften keine oder sehr geringfügige Durchlässigkeit von Gasen (zum Beispiel Sauerstoff), Dämpfen (Wasserdampf) und Aromen. Der molekulare Stofftransport von flüssigen und gasförmigen Substanzen durch nicht poröse Körper definiert man als Permeation, ein wichtiger Wert für Hersteller. Denn Verpackungen sollen entweder völlig dicht sein (zum Beispiel für Schokolade oder Bier) oder selektiv durchlässig (für Sauerstoff bei Erdbeeren).

Daher ist die Kenntnis über die Permeation oder sogar die genaue Permea­tionsrate essenziell. Gerade wenn man sich das Ziel gesetzt hat, das Problem des Lebensmittelverlustes und damit der Lebensmittelverschwendung anzugehen.

 

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Harald Wollstadt