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Drehsysteme mit Kühlblockwellen aus Edelstahl weisen eine höhere Festigkeit aufgrund der Materialeigenschaften auf und sorgen für eine dauerhaft gleichbleibende Durchflussmenge des Mediums – eine für die Qualität des Spritzlings ganz erhebliche Kenngröße.

Durch die Verwendung von Edelstahl ist keine Beschichtung mehr nötig, wodurch die Empfindlichkeit deutlich verbessert wurde. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch bei falscher oder grober Handhabung eine Korrosion des Bauteils definitiv ausgeschlossen wird – anders als bei beschichteten Oberflächen. Die Dichtigkeit der Welle wird durch die Lagerung in Abhängigkeit zum Maschinenauswerferhub ebenfalls deutlich gesteigert. Aufgrund der höheren Materialkosten sowie der aufwändigeren Bearbeitung des Materials sind diese Dreheinheiten in der Anschaffung teurer, dies amortisiert sich aber über eine höhere Belastungsfähigkeit und längere Lebensdauer der Einheiten.

Zwei, drei oder vier Stationen

Die hydraulischen und elektrischen Weber-Dreheinheiten arbeiten als Drehblock oder Indexplatte. Damit lassen sich die Vorspritzlinge beim Einsatz von Mehrkomponenten-Werkzeugen automatisch in die Position zum Fertigspritzen bringen. Die auf-gespannte Werkzeughälfte wird bei geöffneter Schließeinheit definiert gedreht, um die Teile in die nächste Bearbeitungsstation zu bringen. Die hydraulischen Systeme drehen serienmäßig entweder um 180 Grad alternierend beziehungsweise durchgehend oder aber um 120 Grad auf drei Stationen.

Die robusten elektrischen Dreheinheiten fahren standardmäßig zwei, drei oder vier Stationen alternierend oder durchgängig an, optional sind Drehwinkel und Drehgeschwindigkeit frei wählbar. Ebenso lassen sich alle Dreheinheiten als Indexplattensysteme betreiben. Die Einheiten benötigen lediglich zwischen 0,6 und maximal 4,5 Sekunden für eine exakte Bewegung. Entscheidender Vorteil: die Kombination aus Schnelligkeit, Sicherheit und Genauigkeit. Nicht hoch genug einzuschätzen als Kundenvorteil ist die Flexibilität der Systeme: So kann zum Beispiel die Teileentnahme beim Einsatz einer Drei-Stationen-Dreheinheit bei geschlossenem und weiter produzierendem Werkzeug in der offen ausgeführten dritten Station erfolgen.

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Über den Autor

Uwe Becker ist freier Journalist bei Ubcom, Bad Endbach.