2013 im Rückblick

Der Umsatz ist um drei Prozent auf 57,6 Mrd. Euro gestiegen, die Zahl der Betriebe um 0,9 Prozent auf 2.849 geklettert. Und die Beschäftigung habe um 1,3 % auf 303.000 zugelegt. Niemals zuvor habe ein GKV-Präsident eine solche Menge von Arbeitsplätzen repräsentiert. Die verarbeitete Menge sei um 1,5 % auf 13,2 Mio. Tonnen gestiegen. Das positive Endergebnis ist so nicht zu erwarten gewesen. Im ersten Quartal lag man im Minus, im August sah es nicht nach einem Plus aus, das vierte Quartal hat die Erwartungen übertroffen und gipfelte in einem Endspurt im Dezember.


Mengen- und
Wertentwicklung

Der GKV legte eine Schätzung der Mengen- und Produktionswertentwicklung, gegliedert nach seinen Teilverbänden, vor. Mengenmäßig zugelegt haben lediglich die Verpackungen, alle anderen stagnierten. Die Produktionswerte stiegen zwischen 2,1 % (Bau) und 3,7 % bei Technischen Teilen (Fahrzeug-/Elektro-/Maschinenbau). Da noch keine Daten der Produktionsstatistik für das vierte Quartal vorlagen, ist die Schätzung mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Umsatzenwicklung

Der Verband präsentierte Daten aus seiner alljährlichen Mitgliederbefragung, auf die regelmäßig um die 150 Unternehmen antworten. 2013 meldeten 55 % Umsatzsteigerungen, im Vorjahr waren es lediglich 39 %. 27 % und damit fast genauso viele wie 2012 wiesen gleichbleibende Umsätze aus. Der Anteil der Betriebe mit Umsatzrückgängen hat sich auf 18 % reduziert. Die Situation hat sich gegenüber 2012 verbessert. Aber 45 % konnten keine Umsatzsteigerungen erzielen. Die Branche präsentiert sich zweigeteilt: Hier die Erfolgreichen, dort die nicht richtig am Aufschwung teil hatten.

Umsatzerwartungen 2014

2012 waren die Betriebe viel zu optimistisch. Für 2013 war man dann sehr vorsichtig. Lediglich 36 % rechneten mit steigenden Umsätzen, tatsächlich wurden daraus dann 55 % Betriebe mit Umsatzsteigerungen. Für 2014 ist man optmistisch, 68 % erwarten steigende Umsätze. Eine relative Mehrheit hatte für 2013 gleichbleibende Umsätze erwartet, am Ende fiel der Anteil deutlich niedriger (27 %) aus. Gut vorhergesagt wurden der Anteil der Betriebe mit schrumpfenden Umsätzen (18 %). Interessanterweise sinkt der Anteil der Betriebe, die Umsatzrückgänge befürchten, auf vier %.

Gewinnerwartungen

Hinsichtlich der Gewinne überwog 2013 die Skepsis: 43 % erwarteten lediglich gleichbleibende Gewinne, 19 % rechneten mit sinkenden Gewinnen. Für 2014 herrscht deutlich mehr Optimismus. 51 % erwarten Gewinnsteigerungen. Die andere Hälfte bleibt skeptisch. 43 % erwarten eine unveränderte Gewinnsituation. Sinkende Gewinne befürchten nur noch sechs % dreimal weniger als 2013. Interessant wäre es, die Gründe zu erfahren, warum der Anteil der Betriebe mit gleichbleibenden Gewinnerwartungen so viel höher ausfällt, als der Anteil der Betriebe, die keine Umsatzsteigerung erwarten.

 

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Über den Autor

Winfried Pfenning ist freier Mitarbeiter des Plastverarbeiter.