Die Konkurrenz im Modell- und Formenbau schläft nicht. Besonders Unternehmen aus Osteuropa und Asien sorgen seit Jahren dafür, dass die Preise in dieser Branche weiter sinken. Wer sich in diesem Umfeld behaupten will, braucht nicht nur ein umfassendes Know-how. Entscheidend ist zudem der passende Maschinenpark, um flexibel auf Aufträge reagieren und kurze Bearbeitungszeiten gewährleisten zu können. Der Modell- und Formenbauer A. Erglis in Heilbronn, hat aus diesem Grund Portalfräsmaschinen von F. Zimmermann im Einsatz, die unterschiedlich große Arbeitsräume bieten. Neu hinzu gekommen ist jetzt eine platzsparende Neuentwicklung von Zimmermann: die FZ33 compact.

Erglis ist der erste Anwender, der diese Anlage im Einsatz hat. „Wir sind zu 100 Prozent ausgelastet“, sagt Rainer Eckelt, der in dritter Generation die Geschäfte von A. Erglis führt. An Arbeit mangele es nicht, dafür sei die Konkurrenz sehr hoch, insbesondere aus den Billiglohnländern. Und diese Konkurrenz drücke die Preise erheblich, bedauert der Geschäftsführer. „Wir fertigen Formen und Modelle, Prototypen und kleine Serien“, beschreibt er. Dazu gehören Kontrolllehren für Einzelteile und Bauteilgruppen, Ur-, Gießerei- und Klopfmodelle sowie Daten-Kontrollmodelle aus Kunststoff, Holz oder Aluminium. Konstruiert und gefertigt werden weiterhin Tiefziehwerkzeuge aus Aluminium, Kunststoff oder Zamak sowie Schäumwerkzeuge für Weich- und Hartschäume. „Unser Betrieb arbeitet 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“, ergänzt er. „Das ist unsere Antwort auf den starken Wettbewerb.“

Effizienter Maschinenpark

Hohe Anforderungen sind deshalb an den Maschinenpark gestellt. Wichtig sind kurze Durchlaufzeiten, eine hohe Präzision bei der Bearbeitung, um die Bauteile möglichst nicht nachbearbeiten zu müssen, sowie eine sehr hohe Verfügbarkeit der Anlagen. Der Modell- und Formenbauer hat vier Portalfräsmaschinen der F. Zimmermann im Einsatz. Die erste Anlage des schwäbischen Maschinenbauers, die man sich 1997 angeschafft hat, war eine Portalfräsmaschine vom Typ FZ30 mit Verfahrwegen von 4.000 x 2.860 x 1.500 Millimetern. Diese Anlage hat man im vergangenen Jahr gegen eine neue Maschine gleichen Typs, aber mit größeren Verfahrwegen von 6.000 mal 2.860 mal 1.500 Millimetern getauscht.

Weil mit den Jahren die Anzahl der Aufträge und auch die Größe der Bauteile weiter zunahm, dabei auch immer häufiger Bauteile aus Aluminium bearbeitet werden mussten, wurden 2002 und 2008 je eine weitere Fünf-Achs-Portalfräsmaschine vom Typ FZ37 am Standort in Betrieb genommen. Überzeugt habe den Geschäftsführer die enorme Stabilität und der große Arbeitsraum. Gesteuert werden alle Anlagen mit der Sinumerik 840D sl von Siemens. Diese ist mit dem Operator Panel OP019 und der Bedieneroberfläche Sinumerik Operate ausgestattet. Das enthaltene Frästechnologiepaket Sinumerik MDynamics stellt eine perfekte Oberflächengüte durch die innovierte Bewegungsführung Advanced Surface sicher.

Rund um die Uhr in Betrieb

Damit die Anlage auch nachts und an den Wochenenden in Betrieb sein kann, ohne dass ein Mitarbeiter dabei sein muss, ist ein Werkzeugwechsel-System ausgestattet. Der in die Portalfräsmaschine integrierte Funktaster sichert ein schnelles Einmessen des Bauteils.

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Marcus Lengerer ist im Vertrieb/Marketing von F. Zimmermann in Neuhausen a.d.F tätig. info@f-zimmermann.com