Der wichtigste Grund für die Anwendung von Mulchfolien in der Landwirtschaft ist die Kontrolle von Unkraut durch die Absorption von Licht im UV- und Sichtbaren (VIS) Bereich und eine starke Absorption von Wärme aus dem Nahen Infrarot (NIR) Bereich, bedingt durch den zugesetzten Ruß als Pigment in dem Folienmaterial. Inzwischen sind am Markt neben LDPE basierten auch Folien aus biologisch abbaubaren Kunststoffen verfügbar.

Durch die Wärmeabsorption unter freiem Himmel wird die Lebensdauer und Funktion einer solchen Mulchfolie, auf Basis biologisch abbaubarer Kunststoffe, auf eine harte Probe gestellt. Der Gedanke, die Lebensdauer solcher Folien mittels Additiven und Zuschlagstoffen zu verlängern, steht im Widerspruch zu dem ursprünglichen Nachhaltigkeitsgedanken. Daher untersuchte man Infrarot-Transparente (IRT)-Einfärbungen in biologisch abbaubaren Kunststoffen. In Versuchen wurden Mulchfolien auf Basis biologisch abbaubarer Kunststoffe mit IRT-Einfärbung ausgelegt. Zum Vergleich dienten sowohl standardisierte, schwarze Mulchfolie aus LDPE als auch eine LDPE Folie mit IRT-Einfärbung.

Es zeigt sich tendenziell, dass die PLA-Folie mit IRT-Einfärbung gegenüber allen anderen im Vorteil ist, dennoch sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Folientypen (PLA, Cellulose, LDPE und standardisierte schwarze Mulchfolie) nicht sehr groß. Weitere Untersuchungen haben bei den Folien mit IRT-Einfärbung die geforderte biologische Abbaubarkeit gemäß DIN EN ISO 14855-1 bestätigt sowie den Ökotoxizitätstests gemäß DIN EN 13432 erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde Bioflex F 1130 vom Hersteller FKuR als das best geeignetste Material mit großem Verarbeitungsfenster und hohem Maß an Flexibilität, unabhängig von Maschinenpark ausgewählt.