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Es soll nach der Erfindung des Computers und des Internets die dritte bahnbrechende IT-Innovation sein. Sogar US-Präsident Barack Obama thematisierte die Erfindung in einer Ansprache zur Lage der Nation. Die Rede ist vom 3D-Druck und vom Rapid Manufacturing. Vor allem für die Industrie bieten sich durch die Verwendung der Fertigungsanlagen zahlreiche Vorteile und Möglichkeiten. So ist eine deutlich schnellere Produktion von Modellen und Prototypen möglich, da die entsprechenden Daten einfach nur in einem CAD-Programm erstellt und durch den 3D-Drucker von dort ausgelesen werden müssen.

Das Interessante an der Technologie ist, dass sie Möglichkeiten eröffnet, die es mit herkömmlichen Produktionsverfahren nicht gibt. Zum Beispiel bietet sie Freiheit bei der Wahl der Gestalt eines Produkts und somit neue Optionen für die Optimierung des Designs von Gegenständen im Hinblick auf Funktionalität und Aussehen. Es können etwa Gegenstände hergestellt werden, die im Innern eine Wabenstruktur aufweisen und damit eine hohe Belastbarkeit mit einem geringen Gewicht kombinieren. Zudem kann das Verfahren Teile mit mechanisch funktionsfähigen Komponenten in einem einzigen Fertigungsschritt quasi komplett montiert herstellen.

Von einem Rapid Manufacturing ist man aber noch einige Schritte entfernt. Denn für die Herstellung von Endprodukten wird es erst interessant, wenn man Standardkunststoffe verarbeiten kann. Noch sind die benötigten Materialien sehr teuer, was vor allem bei komplexen Produkten wirtschaftliche Grenzen setzt.

Dies könnte sich nun ändern. Denn eine auf der K vorgestellte additive Fertigungsanlage verarbeitet Standdardkunststoffe wie beim Spritzgießen. Ob das genug Treibstoff für den Markt des Rapid Manufacturing ist, wird sich im nächsten Jahr erweisen müssen. Für eine neue Dynamik reicht es aber allemal.

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Harald Wollstadt, Chefredakteur