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Rui Tocha,
ist General Director von Pool-Net in Portugal

Im Laufe der Jahrzehnte haben wir uns einen guten Ruf in der Fertigung von hochwertigen Formen erarbeitet, was die Zusammenarbeit mit führenden internationalen Unternehmen bestätigt.


Wie hat sich die portugiesische Werkzeugindustrie in 2013 entwickelt?

Rui Tocha 2012 war exportmäßig gesehen das beste Jahr überhaupt für die portugiesische Tooling-Industrie.  Und in 2013 scheint es sich gleichermaßen gut zu entwickeln. Die gesamten Maßnahmen der portugiesischen Unternehmen um die gemeinsame Marke „Engineering & Tooling aus Portugal“, also das Know-how vom Design, Engineering, Prototyping, Werkzeugbau, bis zum fertigen Produkt, zu promoten und fördern, scheint zu greifen und sie wirken sich positiv auf unsere Produktion und die Exporte aus.

Unser Cluster verstärkt seine Integrationsstrategie auf nationaler Ebene, sowie die Förderung mehrerer Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Investitionen in neue und vielversprechende Technologien. Zudem auch in die Optimierung und Neugestaltung von internen Prozessen und Produktionsabläufen der Unternehmen. Natürlich werdem wir die Position der portugiesischen Tooling-Industrie in den traditionellen Märkten (Deutschland, Spanien, Frankreich) weiter stärken, und darüber hinaus unsere Leistungsstärke in neuen Märkten wie Brasilien, Mexiko, Polen und den Vereinigten Staaten präsentieren.

Ihr erklärtes Ziel ist es, die Engineering & Tooling Industrie Portugals in den Top 5 weltweit zu platzieren. Wo stehen die portugiesischen Werkzeugmacher heute?

Rui Tocha  Die portugiesische Engineering & Tooling-Industrie hat eine langfristige Strategie (Vision 2020) entwickelt, um ihre sechs weltweit strategisch wichtigsten Märkte zu erhalten und auszubauen, also Automotive, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Elektronik, Energie & Umwelt sowie Verpackungstechnik. Unser Cluster ist ausgerichtet um diese definierten Ziele zu erreichen und gemeinsame Aktionen durchzuführen. Nach den neuesten Erhebungen der ISTMA ist Portugal weltweit der acht größte Produzent für Kunststoff-Spritzgussformen, also in unserem Kerngeschäft und an vierter Stelle in Europa bei den Werkzeugen. Unter Berücksichtigung der Größe unseres Landes und die Bedeutung unserer Exporte (mehr als 90 Prozent der Produktion) glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Im Oktober wird in Düsseldorf die K-Messe stattfinden. Können Sie heute schon etwas sagen, was Pool -Net und die portugiesischen Formenbauer planen, dort zeigen ?

Rui Tocha Der portugiesische Engineering & Tooling-Cluster wird auf der K-Show mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein, der von der Cefamol (Portugiesischer Formenbau Verband) koordiniert wird. Zwölf Unternehmen werden dort ausstellen und die gemeinsame Marke „Engineering & Tooling aus Portugal“ repräsentieren und natürlich ihre fachlichen Kompetenzen zeigen. Seit vielen Jahren schon gehört die Präsentation auf der K zu den strategischen Maßnahmen um unseren Cluster darzustellen und Portugal als ein nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Land für den Werkzeugbau zu fördern.

Die ausstellenden Unternehmen werden eine breite Palette an Produkten und Projekten zeigen, die ihre Fähigkeit und Kompetenzen verdeutlichen sowie eine umfassende Wertschöpfungskette, in enger Zusammenarbeit mit unseren weltweitführenden Industriekunden, darstellen. Zusätzlich werden wir auf der Messe mehrere Verträge mit renommierten Partnern aus Indien, Japan, Brasilien und USA unterzeichnen, um die Zusammenarbeit im Rahmen des Pilot-Projektes Wiintech – World Intercluster Initiative for New Materials and Processes focused on Clean Technologies, festzuschreiben. Bei dieser Aktion werden, außer Pool-Net – Portugal, andere europäische Spitzencluster wie Plastipolis – Frankreich, Proplast – Italien, Plastival – Spanien , Nepic – UK, Chemie Cluster Bayern – Deutschland, Clusterland – Österreich und Venetien Nanotech – Italien, teilnehmen. In diesem Zusammenhang ist die K 2013 eine weitere gute Gelegenheit, um hervorzuheben, dass die portugiesischen Tooling-Industrie für ihre Kooperationfähigkeit und ihr Netzwerk bekannt ist und auf globaler Ebene ihre Kunden unterstützt. 

Was kann die portugiesische Engineering- & Toolingbranche speziell für die Verpackungs- und die Medizintechnik bieten?

Rui Tocha Seit mehr als fünf Jahrzehnten produzieren und exportieren wir unsere Tooling-Erzeugnisse für weltweit bekannte Kunden, Marken und Produkte. Derzeit werden etwa 95 Prozent der nationalen Produktion in mehr als 80 Länder exportiert, vor allem für die Automobilindustrie. Für eine strategisch wichtige Diversifizierung sind für unsere Unternehmen natürlich medizinische Geräte und Verpackungen ein Zielmarkt.

Die portugiesischen Unternehmen verstehen sich als Partner, um einen integrierten Full-Service bieten zu können und um Innovation zu fördern und die Entwicklung neuer Produkte von der Konzeption, der Konstruktion bis zur Fertigung voranzutreiben. So bieten wir eine komplette Wertschöpfungskette mit den modernsten und anspruchsvollsten Technologien. Im Laufe der Jahrzehnte haben wir uns einen guten Ruf für das Fertigen von hochwertigen Formen erarbeitet, was die Zusammenarbeit mit führenden internationalen Unternehmen bestätigt.

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Redaktion PV