Messe Düsseldorf Die deutsche Kunststoffindustrie steckte im Wiederaufbau, das Zeitalter der Produktion von Massenkunststoffen wurde gerade eingeläutet, als 1952 Unternehmen und Verbände, gemeinsam mit der damaligen Nordwestdeutschen Ausstellungsgesellschaft – NOWEA, der heutigen Messe Düsseldorf, beschlossen, eine Veranstaltung ins Leben zu rufen. Diese sollte die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit von polymeren Werkstoffen unter Beweis stellen. Denn Teflon und Kreditkarte waren damals bereits entwickelt, Styropor eroberte sich erste Anwendungen und Polyacryl fand den Weg in die Textilindustrie. Regenhüte aus PVC kamen in Mode, Perlonstrümpfe allerdings waren für die meisten Damen noch viel zu teuer.

Mit dem Siegeszug der Kunststoffe und deren Eroberung des modernen Alltags und neuer Technologien entwickelte sich auch die K vom „Wunder der Kunststoffe“ – so der Titel der K’52 – zur führenden Messe für Kunststoff und Kautschuk.

Im ersten Ausstellungsjahr beteiligten sich 270 Unternehmen – alle aus Deutschland – an der Premierenveranstaltung. Sie belegten rund 14.000 m2 Ausstellungsfläche, und 165.000 Besucher bestaunten damals die Produkte aus den „Hexenküchen der Chemie“ und deren vielseitige Anwendung. Von 1952 bis 1959 war die K-Düsseldorf eine reine Leistungsschau der deutschen Industrie. Anziehungspunkt für das in großen Massen strömende Publikum waren damals die bunten Konsumwaren der Kunststoffverarbeiter. Dinge, die das alltägliche Leben schöner und bequemer machen sollten, standen im Mittelpunkt des Interesses. 1963 dann der Schnitt: Die K wurde eine reine Fachmesse internationaler Prägung für Experten aus der Kunststoff- und Kautschukindustrie sowie den Verwenderbranchen.

In den 60 Jahren ihres Bestehens hat die Messe in Düsseldorf nichts von ihrer Funktion oder Faszination eingebüßt. Im Gegenteil: Je komplexer und erklärungsbedürftiger Produkte, Systeme und Verfahren wurden, desto wichtiger wurde der direkte Dialog zwischen Anbieter und Käufer.

Heute blickt die Kunststoff- und Kautschukwelt gespannt auf die K 2013, die vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf stattfinden wird. Erwartet werden mehr als 3.000 Aussteller aus über 50 Ländern, die Rohstoffe und Hilfsstoffe, Halbzeuge, Technische Teile und verstärkte Kunststoff-Erzeugnisse sowie Maschinen und Ausrüstungen für die Kunststoff- und Kautschuk-Industrie ausstellen werden. Den breitesten Raum nehmen dabei Innovationen bei Maschinen und Ausrüstungen ein.

 

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